Darf ich mich vorstellen…

… mein Name ist Immanuel Kant.

Ich wurde am 22. April 1724 in Königsberg (damals Preußen, heute Kaliningrad in Russland) geboren. Ich war eines von neun Kindern, welche meine Mutter Anna Regina zur Welt gebracht hat. Mein Vater war Sattel- und Riemenmeister und hieß Johann Georg Kant.

Als ich acht wurde, ging ich auf das Collegium Fridericianum. 1740 war ich 16 Jahre alt und begann zu studieren an der Königsberger Universität. Meine Fächer waren Mathematik, Philosophie, Naturwissenschaften und Theologie. 1746 starb mein Vater und ich brach das Studium ab und arbeitete fortan als Hauslehrer, da ich meinen Lebensunterhalt verdienen musste. 1754 setzte ich mein Studium fort und ein Jahr darauf wurde ich durch meine ersten Schriften, „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“ und der Habilitation mit dem Thema „Die ersten Grundsätze der metaphysischen Erkenntnis“, zum Privatdozent in Königsberg. Meine Lehrfächer waren unter anderem Logik, Metaphysik, Moralphilosophie, Natürliche Theologie, Naturwissenschaften und Naturrecht. 1766 fing ich an als Unterbibliothekar der königlichen Schlossbibliothek zu arbeiten, welche auch meine erste feste Anstellung war. 1770 erhielt ich meine lang erwünschte Stelle als Professor für Logik und Metaphysik, an der Universität von Königsberg. In diesem selben Jahr, legte ich eine weitere Dissertation („Formen und Gründe der Sinnes-  und Verstandeswelt“)  vor.  16 Jahre später war ich über zwei Jahre hinweg der Rektor der Universität in Königsberg. Nach diesen zwei Jahren wurde ich 1787 von der Berliner Akademie der Wissenschaften aufgenommen und kurz darauf, das muss so um 1794 gewesen sein, wurde ich auch zu einem Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg. Im Jahr 1794, warf mir die Zensurbehörde eine „Herabwürdigung mancher Haupt- und Grundlehren der heiligen Schrift des Christentums“ vor.  Ich lehrte weiter bis 1796, erhielt jedoch die Weisung, mich religiöser Schriften zu enthalten, da diese Gedankengut verbreiteten, das nicht mit der Bibel vereinbar sei. Dies war dann auch das Ende meiner Lehrtätigkeit.

Es ist wichtig, dass ich einige Worte zu meinem ehemaligen Tagesablauf verliere, da vielen ja bekannt ist, dass ich sehr großen Wert darauf gelegt habe, diesen Tagesablauf einzuhalten und einen Diener gefeuert habe, weil er mich zu spät geweckt hat.

Mit den Worten „Es ist Zeit“ wurde ich um 4:55 Uhr von meinem Diener geweckt. Um 5:00 Uhr wurde dann mein Frühstück, welches ich in Form von 2 Tassen Tee und einer Pfeife Tabak bekam, serviert. Bis um 7:00 Uhr bereitete ich mich, noch im Morgenmantel, auf die folgenden Vorlesungen vor. Diese wurden dann um 9:00 Uhr wieder beendet. Daraufhin habe ich weiter an meinen Schriften bis Punkt 12:45 Uhr gearbeitet. Zu dieser Zeit wurden die, für den Mittagstisch eingeladenen Gäste hineingelassen. Wir speisten sehr ausgedehnt von 13:00 bis 16:00 Uhr. Danach erledigte ich meinen alltäglichen, 7 Minuten langen und strickt routinierten, Spaziergang. Nach diesem Spaziergang, hatte ich meine Freizeit, die ich bevorzugt mit Reiseberichten ausfüllte. Punkt 22:00 Uhr erloschen die Lichter, bis „Es wieder Zeit“ ist.

Ich denk, weil ich mich streng an diesen Tagesablauf hielt, konnte ich, obwohl ich immer schwach und krank war, das 80te Lebensjahr erreichen. Ich starb am zwölften Februar 1804 in Königsberg.

Heute bin ich einer der einflussreichsten Denker der Aufklärung in Deutschland und einer der einflussreichsten Philosophen und Denker der Neuzeit. Ich beeinflusse bis heute Diskussionen, da ich mit meinen Werken neue Perspektiven in der Philosophie schuf und das Beste ist, ich bin auferweckt worden – und heize den Diskussionen wieder frischen Wind ein, damit mündige Bürger ein freies Land bewegen.