Drogen und ihre Gefahren

Zeitung
Bereits kleine Reize können das Suchtgedächtnis wieder aktivieren

Der Diplom-Psychologe Wolfgang Langer besuchte unsere Klasse am Pädagogium Baden-Baden. In einem Gespräch wurden viele Fragen rund um das Thema „Drogen“ geklärt. Man unterscheidet beispielsweise Drogen abhängig von ihrer Gefährlichkeit und potenziellen Gefahr der Suchtabhängigkeit in sogenannte harte und weiche Drogen. Cannabis, welches zu den „weichen“ Drogen gehört, kann vor allem für Jugendliche negative Folgen haben, weil das Gehirn noch bis zum 21. Lebensjahr reift. Durch die Einnahme von Drogen wird ein aktives, positives Gefühl, beispielsweise Zuversicht und Energie, vermittelt. Auch der Müdigkeit kann entgegengewirkt werden. Doch der Konsum hat auch negative Folgen. Durch das Rauchen starben in Deutschland vergangenes Jahr über 140 000 Menschen an Folgekrankheiten. Der Konsum von Zigaretten kann Lungenkrankheiten verursachen, die Kondition verschlechtern und die Fingernägel schwärzen. Auch E-Shishas – eine Variante der E-Zigarette – sind nicht so harmlos, wie sie immer dargestellt werden. Vor allem, weil nicht alle Inhaltsstoffe bekannt sind und wegen der tiefen Inhalation. Der Entzug von Drogen kann auch mit Hilfe von Medikamenten unterstützt werden. Wenn jemand schließlich eine Sucht überwunden hat, stellt allerdings auch ein einmaliges Konsumieren ein hohes Risiko für einen Rückfall dar. Grund ist das sogenannte Suchtgedächtnis, das sich auch bei Abstinenz nur sehr langsam zurück bildet und schon durch kleine Reize wieder aktiviert wird. Das Risiko eines Rückfalls steigt.