Englisches Theater am Pädagogium

WhiteHorseTheatre Auch dieses Jahr gastierte das White Horse Theatre am Pädagogium mit je einem Stück für die Unter-und die Mittelstufe.

Die vier Akteure schafften es problemlos ihr Publikum mit ihren grandiosen schauspielerischen Fähigkeiten in den Bann zu ziehen, obwohl die Vorstellungen natürlich in englischer Sprache waren.

The „Slug in the Shoe“ begeisterte die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe, die von den Schauspielern mit ihrem komödiantischen Talent gefesselt wurden.

In dem Stück geht es um zwei Nachbarskinder, Luke und Megan, die in dieselbe Klasse gehen. Beide sind Kinder allein erziehender Eltern. Doch sie reden nie miteinander – weil sie 13 sind und der eine ein Junge und die andere ein Mädchen ist. Aber dann verlieben sich Lukes Vater und Megans Mutter. Luke und Megan haben Angst, dass ihre Eltern zusammenziehen und ihre Kinder „Geschwister“ werden könnten! Die zwei Kinder überlegen, wie sie die Beziehung ihrer Eltern sabotieren können und das verliebte Elternpaar muss bald feststellen, dass jedes Mal, wenn es einen romantischen Abend verbringen will, die seltsamsten Dinge passieren… Die lustigen Streiche der beiden führten zu großer Freude unter den Zuschauern und frenetischer Applaus belohnte die Schauspieler für die gelungene Aufführung.

Weitaus ernster und hochaktuell war „Promised Land“ das Stück für die Mittelstufe.

WhiteHorseTheatre1Dieses Stück von Peter Griffith, dem Leiter des White Horse Theatres, dreht sich um Ravi und seiner Mutter, die von Menschenschmugglern aus dem vom Krieg zerstörten Syrien nach England gelangt sind. Nach zwei Jahren werden sie endlich als Asylanten anerkannt. Doch dann fangen ihre Probleme erst an! Sie werden in einem heruntergekommenen Wohngebiet untergebracht, wo die rassistische ‚Gough Street Gang‘ ihr Unwesen treibt. Gewaltsam versucht die Jugendbande, Ravi zu vertreiben.

Das Stück über Flucht und Probleme der Integration in einem neuen Umfeld zog die Schüler über die gesamte Dauer in seinen Bann und regte zum Nachdenken und zu Nachfragen bei den Akteuren an.

Am Ende beider Aufführungen waren sich alle einig, dass auch Theater in englischer Sprache sehr gut verständlich und höchst spannend sein kann.

Uwe Bissinger