Frederickstag im Päda mit Schriftstellerin Corinna Harder

FrederickstagÜbertölpelt … ein Mann wurde Opfer seiner Gutgläubig- und Freundlichkeit. Wie konnte das geschehen?

Am 18.10. grübelten 74 Schüler und zahlreiche Lehrer der Schulstiftung Pädagogium Baden-Baden über die Frage und suchten nach einer Antwort. Angeleitet von der Schriftstellerin Corinna Harder fand man nach kurzer Zeit die Lösung dieses Verbrechens, dass tatsächlich im 19. Jahrhundert stattgefunden hatte.

An diesem Tag gab es noch einiges nachzudenken, zu grübeln, zu fragen und zu lachen.

Grund hierfür war der Besuch von Frau Corinna Harder anlässlich des Frederick-Tages. Frau Harder ist Autorin zahlreicher Detektivromane und Mitautorin der bekannten „black-stories“. Diese hatte sie natürlich auch mitgebracht und löste damit eine spannende Fragerunde aus.

Zu Beginn der Lesung der anderen Art hatte sie aus ihrem Leben und ihrem Weg zur Schriftstellerin erzählt. Besonders beeindruckt hat das junge Publikum, dass Frau Harder schon im Alter von zehn Jahren ihren eigenen Detektivclub gründete und damit den Grundstein zu ihrem jetzigen Beruf legte.

Mit großer Geduld beantwortete sie im letzten Teil der Veranstaltung die Fragen ihrer Zuhörer: Wie lange braucht man um ein Buch zu schreiben? Welches ist Ihr Lieblingsbuch? Wie kommt man auf die Ideen der „black-stories“?

Leider reichte die Zeit nicht aus, um alle Fragen der begeisterten Zuhörer zu beantworten. Zum Abschluss signierte die Autorin noch zahlreiche ihrer Werke.

Schön fanden die Kinder auch, dass sie zur Lesung freien Eintritt hatten, denn die „VEFA“, die „Vereinigung der Eltern, Freunde und Altschüler des Pädagogiums“, sowie des Bödeckerkreis hatten die Lesung komplett finanziert.

Matthias Fischer

Nach Ihrem Gespräch stand die Autorin noch für ein Interview zur Verfügung:

JF: Frau Harder, aus welcher Inspiration ziehen sie ihre Ideen für die Black Stories?

CH: Ich ziehe meine Inspiration aus dem Leben wie auch aus Büchern, dem Internet und dem Fernsehen.

JF: Welches ist ihre meist verkaufte Blackbox?

CH: Die meist verkaufte Black Story ist tatsächlich die Funny Death Edition. Anscheinend mögen es Menschen, wenn anderen Menschen Missgeschicke passieren, ins Fettnäpfchen treten oder durch Unfälle ums Leben kommen.

JF: Was bewegte sie dazu, Autorin zu werden?

CH: Ich habe schon immer gerne gelesen, geschrieben und das Schreiben kam über den Umweg des Hobbys zu mir. Ich hatte nie die Absicht gehabt, Autorin zu werden und damit mein Geld zu verdienen. Ich habe meine ersten Geschichten aufgeschrieben. Ein befreundeter Autor sagte zu mir, veröffentliche deine Geschichten doch. Ich helfe dir dabei, wie das geht; und so bin ich zum Schreiben gekommen.

JF: Was war ihr erstes Buch?

CH: Mein erstes Buch war das Handbuch für Juniordetektive. Da habe ich alles reingebracht, was ich als Kind schon über Detektive wusste, und ich musste eigentlich nur aufschreiben, was ich darüber im Kopf hatte.

JF: Haben sie vor, in der Zukunft weitere Black Stories zu schreiben?

CH: Ja sehr gerne, denn die Blackstorys liegen mir sehr und sie machen mir viel Freude. Ich sammele schon über das ganze Jahr hinweg weitere Ideen für die Blackstorys.

JF: Herzlichen Dank für dieses sehr interessante Gespräch.