Mathematikprojekt für die Klassen 6

Am Donnerstag, den 28.04.2016 war es wieder soweit!MatheProjekt6_J2a_2
Wie auch im vergangenen Jahr fand für die 6ten Klassen des Gymnasiums am Pädagogium ein spannender Mathenachmittag statt.

Aber wie kann Mathe für kleine, verspielte Kinder spannend sein?
Mit dieser Frage setzten sich die drei Abiturientinnen Camilla Klotz, Katharina Kiesler und Claire Bäuerle auseinander. Durch viele Experimente, Spiele und Bastelarbeiten versuchten sie den Kindern „Mathe schmackhaft zu machen“.
Begonnen hat das Ganze mit einem lustigen und taktvollen Mathesong, der den Schülern und Schülerinnen die goldene Regel des Bruchrechnens beibrachte. Anfangs, noch etwas verunsichert und schüchtern, hielten sich die Schüler und Schülerinnen beim Mitsingen zurück. Doch kaum beim Rechenbingo angekommen, blühten sie auf und spielten mit vollem Eifer und Enthusiasmus mit. Eine der Abiturientinnen las beliebige Bruchrechnungen vor, welche mit Hilfe der goldenen Regel des Mathesongs, sofort von den Schülerinnen und Schülern gelöst werden konnten. Schon nach kürzester Zeit gab es Gewinner, die entsprechend mit Süßigkeiten belohnt wurden.MatheProjekt6_J2a_1

Als nächstes stand eine Mathereise auf dem Programm, bei der die 6. Klassen lernten, wann und wo ihnen Mathe im Alltag begegnet. Zuerst setzten sich alle gemeinsam mit der Umrechnung von Kilometern in Zeit auseinander. „Wie lange braucht man mit dem Auto von Baden-Baden City an den Flughafen in Söllingen?“ – eine Bespielfrage, welche Katharina ihnen stellte und schließlich mit ihnen beantwortete. Einmal den Rechenweg verstanden, gingen auch bei den nächsten Fragen blitzschnell die Finger hoch. Dies erfreute die Abiturientinnen, aber natürlich auch die Schülerinnen und Schüler, sehr.
Danach ging es weiter mit dem Thema Zeitverschiebung. Wie spät ist es in Los Angeles, wenn bei uns die Schule anfängt? Und warum gibt es die Zeitverschiebung überhaupt? Claire hat dieses Thema den Schülerinnen und Schülern durch verschiedene Aufgaben und Erklärungen vertraut gemacht.
Als letztes brachte Camilla ihnen das Umrechnen von Währungen bei, was ebenfalls viel Spaß bereitete. Durch die Mitarbeit fast aller Schülerinnen und Schüler, schien es wirklich, als hätten sie Spaß an der Materie gefunden.

Nach der erfolgreichen Urlaubsreise, ging es weiter mit den bekannten „Möbiusbändern“, von welchen die Schülerinnen und Schüler sehr fasziniert, aber erstmals auch verwirrt waren, denn… schneidet man ein Möbiusband in der Mitte durch, fällt es nicht wie zu erwarten auseinander, sondern verdoppelt sich – fast schon Magie! Doch auch hinter diesem Zaubertrick versteckt sich eine mathematische Erklärung, welche die Abiturientinnen den Sechstklässlern erläuterten.

MatheProjekt6_J2a_4Damit die Kinder selber die Experimente durchführen konnten, folgte eine Stationsarbeit. Denn wie heißt es so schön? – „Learning by doing“. Sie wurden in drei Gruppen aufgeteilt, welche jeweils von einer der Abiturientinnen betreut wurde. Durch die Zusammenarbeit wuchs schnell das Vertrauen zwischen den Kindern und ihnen, wie auch das Verständnis der Experimente. Da jede Gruppe ein anderes Experiment ausprobierte, rotierten die Schülerinnen und Schüler durch die Stationen, damit jeder die Chance hatte eine Pyramide, ineinander hängende Herzen oder ein Fünfeck zu basteln.MatheProjekt6_J2a_5
Langsam neigte sich das Matheprojekt auch schon dem Ende zu. Zum Abschied sangen alle nochmal den Mathesong, aber diesmal laut und voller Energie!
Auch wenn es 90 Minuten eigentlich nur um Mathematik ging, verging die Zeit wie im Flug und das soll was heißen!

MatheProjekt6_J2a_3Dazu beigetragen hat jedoch hauptsächlich, die ständige Mitarbeit und Motivation der Schülerinnen und Schüler, welche durchgehend von der Verteilung von Süßigkeiten gefördert wurde. Der Nachmittag hat jedem von uns Abiturientinnen große Freude und Spaß zubereitet, was hoffentlich auf Gegenseitigkeit beruht.
Wir bedanken uns für einen unvergesslichen Tag und arbeiten gerne wieder mit den 6ten Klassen zusammen.

Camilla Klotz, Katharina Kiesler & Claire Bäuerle