Päda-Fechter bei der Deutschen Junioren-Meisterschaft im Degenfechten

Rundum zufrieden und strahlend kamen drei Fechter des Pädagogiums am Samstag zurück vom „Ausflug“ zu den Deutschen Junioren-Meisterschaften im Degenfechten. Die Ergebnisse von Anna Bürck, Lucien und Gabriel Volk zeigten, dass die schweißtreibende Arbeit der gesamten Saison Früchte getragen hatte. Trainer Emil Dan hatte als Devise ausgegeben: „Nehmt diese Meisterschaften als Belohnung für die Fahrten und Trainingsstunden im vergangenen Jahr. Ihr habt nichts zu verlieren.“ Offensichtlich folgte das Trio der Ansage und setzte sich nicht unnötig mit Erwartungen unter Druck. So meinte Anna Burck nach dem Wettbewerb: „Ich bin wirklich happy. So gut war ich bei einem solchen Turnier noch nie.“ Mitten in den Abi-Klausuren stehend, war sie zwar nach der Vorrunde als 87.des Klassements ausgeschieden. Neben einem Sieg zeigte selbst die 3-5 Niederlage im Kampf gegen die Mitfavoritin Vanessa Riedmüller (Heidenheim), in der Vorwoche Dritte bei der U-23-Europameisterschaft in Minsk, die Fortschritte, die Anna gemacht hat. Bei Lucien Volk zahlten sich am Ende Beharrlichkeit und taktische Disziplin aus. Der 18jährige (inzwischen Student an der TU München, aber noch startberechtigt für das Päda) hatte eine super-schwere Vorrunde erwischt und verlor seine ersten drei Kämpfe, unter anderem gegen den späteren Dritten Julian Kulozik (Heidelberg) und den späteren Finalisten Lukas Knechtl (Leverkusen). Statt sich von der wenig glücklichen Reihenfolge beeindrucken zu lassen packte er dann aber sein Können aus und gewann die drei folgenden Gefechte mit guter Technik und Ruhe. Sein jüngerer Bruder Gabriel Volk (mit 16 Jahren noch in die A-Jugendlicher) beendete seine Vorrunde ebenfalls mit drei Siegen und drei Niederlagen. Beide waren damit qualifiziert für die K.O.-Phase. Lucien hatte für die erste Runde aufgrund seiner Platzierung ein Freilos, während für Gabriel ein Kampf gegen Julius Dehn (Essen) anstand, den er – gut gecoacht von Trainer Emil Dan – nach einem Rückstand von 9-11 schließlich mit 15-13 gewann. In der Runde der besten 64 deutschen Degen-Junioren ließ Gabriel es dann richtig „krachen“: Gegen den drei Jahre älteren Maximilian Ketzer (Meiningen) kam nie ein Zweifel auf, wer der bessere Fechter war. Mit einem 15-12 zog er die nächsthöhere Phase des Turniers ein. Lucien hatte im 64-er K.O. mit dem Linkshänder Jonas Enzmann (Leipzig) einen sehr schweren Gegner. Er ließ sich indes nicht vorzeitig entnerven; nutzte fast die gesamten neun Minuten Kampfzeit, ehe er mit 9-15 „den Kürzeren zog“. Sein Bruder Gabriel fand in dem Heidelberger Jonas Gudera seinen Meister. Die 9-15 Niederlage war aber keineswegs eine Blamage. „Ich hätte nicht geglaubt, dass ich unter die besten 32 komme“, sagte er. Am Ende fand er sich auf Platz 31 wieder (und war damit elftbester A-Jugendfechter des Turniers ). Die wahre Belohnung zeigte sich nach Turnierende auf der Junioren-Rangliste des Deutschen Fechterbunds. Hier sind für Gabriel nun drei Punkte notiert; Lucien Volk erhielt für Rang 52 einen Punkt. Diese „Ernte“ bedeutet für die  Fecht-AG des Pädagogiums einen noch nie dagewesenen Erfolg und ein absolutes Novum.