Platon ist zu Gast

Platon im Interview

PlatonI: καλημέρα Platon, so wurden Sie vor 2,5 tsd Jahren begrüßt. Heutzutage hat sich einiges in dem ethischen Zusammenhang geändert und weiterentwickelt. Sie haben das Fundament der Philosophie gegossen. Jedoch sich wesentliche Grundbausteine wie zum Beispiel erste Erkenntnisse der Ethik oder Philosophie teilweise geändert. Und genau darum geht es heute.

Platon: Hallo zusammen, ich bin sehr erfreut, zu diesem Interview eingeladen worden zu sein. Dies ist in den letzten 2500 Jahren unüblich gewesen, und fühle mich geehrt, Sie auf diesem Themenbereich aufklären zu dürfen.

I: Nun Gut, dann lass uns mal beginnen. Du bist einer der bekanntesten Schüler von Sokrates.

Wieso war er davon überzeugt, seine Lehren nicht aufzuschreiben ? War damals die Papierindustrie noch nicht so fortgeschritten oder sind sie durch die Philosophische Ader des Zeitalters einfach Unterbesetzt gewesen ?

Platon: Nein, Nein mit der Papierindustrie hatte das gar nicht so viel zu tun. Es ist viel mehr so, dass es Sokrates‘ Einstellung gewesen war, dass man nicht alles aufschreiben solle, da die Erkenntnis sonst allen zugänglich ist. Dies liegt darin zugrunde, dass es nicht um die Lehre einer Lösung in seiner Theorie geht, vielmehr um die Art und Weise, wie man zu einer Lösung kommt. Und dies geschieht unterschiedlich. Jeder soll aber mit einer ähnlichen Herangehensweise an das Thema gehen, sodass es nicht falsch interpretiert werden kann. So gab es auch Dialoge zwischen Sokrates und mir, welche ich nicht persönlich aufgeschrieben habe.

I: Das war ja ein Kluger Schachzug von Sokrates. Er sprach von 5 Unterthemen seiner großen Lehren. Unter anderem hat er ein sicheres Fundament zum Thema Ethik und der Moral aufgebaut. Zum Beispiel der Glaube an die Vernunft in Jedem.

Platon: Das ist wohl wahr. Die Unterthemen von seinen Lehren waren zum Einen die Ethik. In ihr hat Sokrates ein erstes sicheres Fundament aufgebaut und philosophiert, dass die Vernunft der Grundbaustein für Gerechtigkeit, Liebe und Tugend sei. Zum anderen die Moral, in der er die Frage nach gut und böse ausgearbeitet wurde. Er zeigte uns auch, was für ihn die Erkenntnis zum richtigen Menschen sei. Zum Beispiel: Die richtige Erkenntnis zum richtigen Handeln. Richtiges Handeln – richtiger Mensch.

I: Das klingt für mich sehr einleuchtend , aber sind das nicht erst 3 Unterpunkte ? Ich möchte Ihnen ja nichts Unterstellen, aber es fehlen nach meinen Recherchen noch 2 Themenbereiche.

Platon: oh nein, wie konnte ich das nur vergessen- ich bin wohl doch schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Die letzten Punkte waren Folgende. Logos, dies bedeutet übersetzt so viel wie Satz des Verstehens, also die Logik. Als Logik bezeichnete mein Lehrer die Prinzipien des richtigen Handelns. Das heißt des schlüssigen Denkens. Als logisch richtig wird dann etwas bezeichnet, wenn eine wahre Voraussetzung zu einem wahren Schluss führen.

Als letzte Punkt der Philsophie von Sokrates zähle ich die 3 Regeln der Moraphilosophie auf

  1. Nicht Gefühle, sondern Argumente sollten uns bei der Frage nach „gut“ und „böse“ leiten.
  2. Bei der Beantwortung moralischer Fragen kann und soll man sich nicht auf das berufen, was andere denken – sie können sich Irren.
  3. Nur die Frage, was moralische „richtig“ oder „falsch“ ist, soll einen Moralphilosophen interessieren, nicht aber, was mit uns passiert, wenn wir uns so oder anders Verhalten.

I: Ich danke Ihnen dafür, dass sie uns für einen kurzen Augenblick einen kleinen Weinblick in das Wissen gegeben haben, welches Ihnen Sokrates vor einer etwas längeren Zeit beigebracht hat.

Ich denke, dass es jetzt einmal an der Zeit ist das neu gewonnene Wissen sacken zu lassen.

Platon: Es war mir eine Ehre Ihnen die Lehren von Sokrates vermitteln zu dürfen. Falls es noch zu weiteren Fragen kommen sollte, denken sie an seinen Lebenslauf oder sprechen Sie ihn doch einfach auf dem Campus an – er war und ist ein äußerst kommunikativer Mensch.