Schüler berichten: Aktuelle Lage in Syrien

Bürgerkrieg in Syrien – Die Entstehung

Der syrische Präsident al-Assad gehört einer religiösen Gruppe an, die sich die Alawiten nennen. Dadurch, dass er Präsident war und die Macht hatte, verteilte er wichtige politische, wirtschaftliche und militärische Positionen an andere Mitglieder dieser Glaubensgruppe. Die Bevölkerung wird nicht gleichberechtigt behandelt. Kritik an Assad wurde mit Gefangenschaft oder gar Folterung bestraft. Als Ende 2010 der Arabische Frühling beginnt, gelingt es den Menschen in Ländern wie Libyen und Ägypten sich von ihren Diktatoren zu befreien. Diese Nachricht verbreitet sich über die sozialen Netzwerke und kommt auch in Syrien an Daraufhin beginnt eine Jugendgruppe, öffentliche Mauern mit Graffiti zu besprühen. Diese Jugendlichen wurden festgenommen und gefoltert. Dies löste Demonstrationen aus und das Volk forderte eine politische Reform. Es kam zu Gewaltausbrüchen und aus Demonstrationen werden blutige Kämpfe. Die Rebellen werden von außenstehenden Ländern finanziert. Assad wird vom Iran, Russland und China finanziert und ausgestattet. Aus diesem Krieg wurde auch ein Stellvertreterkrieg für Länder wie die USA und Russland. Die Kämpfe halten bis heute an.

Maximilian G.

 

Leitfigur Baschar Al-Assad

Seit 2000 ist Baschar Al-Assad Staatspräsident von Syrien. Er ist Nachfolger seines Vaters Hafiz Al-Assad, der das Land diktatorisch führte. Baschar Al-Assad besuchte in Damaskus ein französisch-arabisches Gymnasium und studierte danach Medizin. Seine Frau Asma Fauaz Al-Akhras lernte er während seiner Ausbildung zum Augenarzt in London kennen.

Als zu Jahresbeginn 1994 sein älterer Bruder  Basil al-Assad durch einen Unfall zu Tode gekommen war, rückte Assad in dessen Position als Nachfolger des Vaters nach, der seit 1970 als Staatspräsident über Syrien herrschte. Assad wurde aus seiner medizinischen Ausbildung herausgerissen und musste sich nun auf eine Laufbahn beim Militär einlassen, wo er innerhalb kürzester Zeit aufstieg. 1999 beförderte man ihn zum Oberst.

Der bisherige Staatspräsident Hafis al-Assad starb am 10. Juni 2000, worauf das Parlament rasch das Mindestalter für das Präsidentenamt auf 34 Jahre senkte. Bereits einen Tag später wurde Assad zum Generalleutnant und Oberbefehlshaber des Militärs erhoben, am 17. Juni zum Generalsekretär der Baath-Partei bestellt und durch ein Referendum vom 10. Juli 2000 mit großer Stimmenmehrheit für sieben Jahre zum künftigen Staatspräsidenten gewählt.

Mit grausamer Härte ging die Regierung Assads ab 2011 gegen die Opposition vor. Laut Aktivisten starben bis 2012 im Rahmen der Proteste bis zu 25.000 Menschen. Zahlreiche Versuche des UN-Sicherheitsrates zu intervenieren scheiterten am Veto Russlands und Japans.

Assads Verbündete sind unter andrem die Syrische Armee verschiedene Milizen Gruppen und iranische Revolutionsgarden.

Assads Gegner sind die Freie syrische Armee der IS und verschiedene Salafistengruppierungen.

Moritz W.

 

Stellvertreterkriege

Als Stellvertreterkrieg bezeichnet man einen Krieg welcher in einem oder mehreren Drittstaaten von zwei Großmächten durchgeführt wird.

Momentan sind Russland und auch die USA in Syrien aktiv. Die USA unterstützen vor allem die Rebellen welche versuchen gegen den IS (Islamischer Staat) zu kämpfen während Russland zwar auch etwas gegen die Bekämpfung des IS unternimmt, sich aber eher auf die Bekämpfung der Rebellen konzentriert welche ja bereits einige russische Kampfjets abgeschossen haben. Die Bekämpfung der Rebellen seitens der Russen zieht natürlich einen Konflikt mit den USA nach sich, welche ja die Rebellen unterstützen. China warnt nun vor einem Stellungskrieg zwischen den beiden Großmächten. Der russische Präsident Putin will nun seinen Premier Dmitrij Medwedjew nach Washington schicken um über den Syrienkrieg zu sprechen. Putin kritisiert, dass Washington dies bisher verweigert hätte. Obama meint: „Dies sei kein „Schachspiel zwischen Supermächten““.

 

Noel S.

 

Aktuelle Kriegsparteien im Konflikt

  • IS (Islamischer Staat): Eine Rebellenbewegung gegen das Assad-Regime im Irak. Ihre Kämpfer bestehen aus Irakern, Saudis, Ägyptern, Libyern, Tunesiern, Tschetschenen und sogar Europäern. Ihr Ziel ist ein islamistisches Kalifat, also ein Staat mit islamistischem Herrscher. Als Rückzugsgebiet dient den Milizen Syrien, dort sollen 50.000 Mann stationiert sein.
  • Türkei: Die Türkei verfolgt als Hauptziel den Sturz Assads. Nach langem Zögern trat der Staat der Allianz gegen den IS bei, aber die türkische Luftwaffe fliegt fast nur Einsätze gegen die PKK im Nordirak und Nordsyrien.
  • PKK (Partiya Karkeren Kurdistan): Arbeiterpartei Kurdistans, eine Guerilla-Organisation, die in der Türkei für einen unabhängigen Staat der Kurden kämpft. Bewaffnete Auseinandersetzungen gibt es seit 1984. Die PKK wird als Terrororganisation eingestuft.
  • Russland:Russland unterstützt laut eigenen Angaben die syrische Regierung. Seit Oktober 2015 fliegt Russland Angriffe gegen terrorgruppen wobei auch immer wieder von den USA unterstützte gruppen bombardiert wurden.
  • USA: Kurz nach Beginn russischer Luftangriffe hat nun auch die USA begonnen Angriffe gegen Terrororganisationen zu fliegen. Bei solchen Flügen kamen sich USA und Russland gefährlich nahe und zwei Kampfjets sind beinahe ineinander geflogen.

Joshua R.