Schüler berichten: Deutscher Lehrerpreis

PaedaInternat9Ideen und Ziele

Der „Deutsche Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ ist ein Preis, der an innovative Lehrer in ganz Deutschland verliehen wird. Das sind keine normalen LehrerInnen, sondern die kreativen und engagierten LehrerInnen! Diese öffnen Türen für Schüler, passen den Unterricht an sie an, damit sie auf die Zukunft vorbereitet werden. Für ihre wichtige Aufgabe benötigen LehrerInnen nicht nur Unterstützung, sondern auch Anerkennung. Der „Deutsche Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ hat es sich dabei zum Ziel gesetzt, die öffentliche Wertschätzung des Lehrerberufs zu steigern.

 

Die Kategorien

Erste Kategorie

Die erste Kategorie ist für LehrerInnen in der Sekundarschulbildung an deutschen Schulen. Nämlich interdisziplinäre LehrerInnen, die auch gute Teamarbeiter sind. Für ideenreiche, innovative Unterrichtskonzepte werden Preise im Gesamtwert von 13.000 Euro ausgeschrieben.

Zweite Kategorie

In der zweiten Kategorie werten SchülerInnen der Abschlussjahrgänge die LehrerInnen, die sie für besonders engagiert halten und die das verantwortungsvolle Miteinander von Schülerinnen und LehrerInnen fördern. Die ausgezeichneten Lehrkräfte erhalten zur Würdigung ihrer außergewöhnlichen Leistung eine exklusive Trophäe.

Was macht einen schlechten Lehrer aus?

Im Zuge des Deutschen Lehrerpreises, welcher dieser Tage verliehen wurde, haben wir uns gefragt, was einen schlechten Lehrer oder eine schlechte Lehrerin ausmacht und sind zu einem Entschluss gekommen! Dabei hat die Antwort nichts mit dem Alter oder der Ausbildung zu tun, sondern alleine mit der Person und ihrer Einstellung gegenüber ihrem Job und ihren SchülerInnen. Schlechten LehrerInnen ist das Leben und die Zukunft ihrer Schützlinge egal, sie kümmern sich nicht darum, dass SchülerInnen, welche Probleme beim Lernen haben, sich um eine Nachhilfe kümmern. Zudem lasst die Unterrichtsvorbereitung bei miesen LehreInnen zu wünschen übrig. Dadurch sinkt natürlich die Laune der SchülerInnen im Klassenzimmer, was sich dann auch auf die Lehrkraft überträgt. Diese lässt die Klassen entweder dann gewähren und es entsteht eine unglaublich hohe Lautstärke oder sie rastet aus und schreit die SchülerInnen zusammen. LehrerInnen bekommen auch schnell einen schlechten Ruf an der Schule, wenn sie bestimmte Personen bevorzugen oder SchülerInnen wegen ihrer Herkunft oder ihres Aussehens benachteiligen. Doch leider können sich LehrerInnen, zum Leid der SchülerInnen und deren Eltern, trotzdem so gut wie alles erlauben, da sie, wenn sie mal im Dienst sind, nicht so leicht entlassen werden können. Daher entsteht die Frage, welche viele immer wieder beschäftigt:

Wie kann man diesen Zustand verbessern!?

Ein guter Lehrer – oder doch nicht?! Ein ironischer Ausflug

Montagmorgen sieben Uhr 59: der Lehrer steht vor der Klasse, die seit zehn Minuten aus purer Angst bereits salutierend vor ihm steht und ihm einen Guten Morgen wünscht. Dieser schaut total mies gelaunt in die Runde und fängt sofort an, laut zu flüstern, in welcher lieben Klasse er gelandet sei. Die Klasse setzt sich nun auf den Boden, da der Lehrer die Stühle gegen Teppiche ausgetauscht hat, da die Schule drastische Sparmaßnahmen ergreifen müsse und dies alle nur abhärte und auf die Zukunft vorbereite. Es ist kalt, weil das Heizen nun ja auch Geld kostet und draußen nicht immer Sommer ist.
Nur der Lehrer hat einen beheizten Ledersessel, den die Schüler unter dessen Aufsicht nähen und bauen mussten, um ihre Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen. Hätte dies nicht geklappt, wären sie mit drastischen Strafen am nächsten Morgen erwartet worden. Wenn nun die Mittagspause anbricht, werden die Aufseher, in Fachkreisen Lehrer, plötzlich noch gelaunter und lassen die Schüler total gerne auch mal eine viertel Stunde früher aus dem Wohnzimmer des Lehrers. Wenn die Pause vorbei ist, kommen viele Mädchen zu spät, der Aufseher sieht allerdings von dem Eintrag in das Klassenbuch ab, da sie immer mehr Argumente haben als Jungs, welche der Lehrer akzeptieren muss. Wenn die Schüler nun nach den wenigen Hausaufgaben die Schule voller Trauer verlassen, da sie zu wenig gelernt haben, bereitet der super gute Lehrer noch für die nächsten 20 Jahre seine Kopiervorlagen vor. Er muss ja an seine Gesundheit denken – nur nicht an die Klasse.

Was einen guten Lehrer nun eigentlich ausmacht??

Der Versuch, genau den anderen LehrerInnen, als den geraden gemeinten, ein paar Ratschläge zu geben, erweist sich als schwierig: Langjähriger Leidtragender angesprochener Individuen – In Fachkreisen auch Schüler genannt – versuchen dieses Wagnis.

Einen ungemeinen Fortschritt macht man bereits, indem man zu seinen SchülerInnen freundlich ist. Glücklicherweise ist dies in Deutschland ja bei allen LehrerInnen automatisch vertreten und falls dieser Charakterzug nicht so stark ausgeprägt ist, wird das per Zusatzseminar im Referendariat gelehrt. Denn auch wenn es für einige LehrerInnen komisch klingt: Kinder und SchülerInnen sind  Menschen. Sorry, wenn ich jetzt Ihr Weltbild zerstört habe. Aber mal ganz im Ernst, SchülerInnen begrüßen es sehr, wenn ihr LehrerInnen außer Kreide halten, auch mal auf die SchülerInnen zugeht und sich mit ihren Problemen befasst.

Leider musste mir in meiner Laufbahn auffallen, dass einige Menschen scheinbar mit einer Unterentwicklung an Humor durch ihre Welt schlurfen. Häufig Betroffene sind (wer hat’s gedacht?) LehrerInnen. Es scheint Mode geworden zu sein, als studierter und ausgebildeter Pädagoge praktisch bei so ziemlich jeder Gelegenheit glauben zu müssen, diese Eigenschaft zu ignorieren. Falls Sie also der, in den meisten Fällen, schnell empörten Randgruppe „LehrerIn“ angehören, sollten Sie zusehen, sich etwas humorvoller ihren SchülerInnen gegenüberzustellen.

Weiterhin greift das Gerücht um sich, dass Mädchen im Schulalltag bevorzugt werden. Das „Bevorzugen“ nimmt dabei mit höherer Klasse und dem entsprechendem Wachstum dabei zu. Wahrscheinlich gelten Mädchen als Stimme der Vernunft. Ich will zu dem Thema weiter nichts sagen.

Was soll dieses ganze Englisch in der deutschen Sprache? Deutsch ist doch viel cooler! Naja der Krieg ist vorbei, sodass man sich mit dem Nachbarland häufiger mal austauscht und nicht mit Granaten bewirft. Es ist vollkommen natürlich, dass es dann passiert dass auch mal ein ausländisches Wort in den jugendlichen Sprachgebrauch kommt und manchen LehrerInnen vielleicht missfällt. Das ist aber der Wandel, dem alles unterliegt.

Noel, Thomas, Joshua und Björn