Schüler des Pädagogiums setzen sich für Menschenrechte und Chancengleichheit ein

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Seit nunmehr 70 Jahren kämpfen die Vereinten Nationen für eine bessere und gerechtere Welt. Ein grundlegender Punkt hierbei ist der Kampf für die Menschenrechte denen am 10. Dezember 1948 in der Resolution der Generalversammlung 217 A (III) 30 Artikel gewidmet wurden. In ihrer Präambel fordert die Generalversammlung alle Nationen auf, die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten durch Unterricht und Erziehung zu fördern. Was sollte den Schülern und Schülerinnen also einen besseren Einblick in diese Materie bieten, als die Rome International Model United Nations Conference (RIMUN), die sich in diesem Jahr zum 9. Mal zur Aufgabe gemacht hat, über 600 SchülerInnen aus 15 Ländern und von 3 Kontinenten an Debatten zu eben diesem Thema teilhaben zu lassen.
Bereits seit mehreren Jahren lockt die Teilnahme an Model United Nations Konferenzen einen immer größer werdenden Anteil an interessierten SchülerInnen und bildet somit eine ganz andere Möglichkeit der Begabtenförderung. So war es nicht verwunderlich, dass die erste Aufgabe darin bestand, trotz der Reise in den Osterferien, aus der großen Zahl der Bewerber jene auszusuchen, die dann die an das Pädagogium vergebenen Plätze einnehmen durften. Die glücklichen acht vertraten die Dominikanische Republik und Palästina und gingen wie alle anderen Delegierten so in ihren Rollen auf, dass während der gesamten Debatten, Ausschüsse und Komitees völlig in den Hintergrund trat, dass es sich hierbei eigentlich „nur“ um Simulationen handelte. So wurden den SchülerInnen die weltpolitische Situation und deren Auswirkungen schnell zur persönlichen Realität. Auch der weite Weg, den eine Resolution bis zu ihrer Verabschiedung zurücklegen muss, wurde greifbar. Es galt einzelne Menschen zu überzeugen und zu bewegen um Unterstützer für eigene Ideen und Vorhaben zu gewinnen, weitgreifende Entscheidungen zu treffen, Reden zu halten, Debatten zu führen und eigene Resolutionen bis zur Verabschiedung zu bringen. Die SchülerInnen der unterschiedlichsten Länder wurden gezwungen, sich in die Sichtweisen der von ihnen repräsentierten Nationen zu versetzen und man war überrascht zu welchen Höchstleistungen sie auch in englischer Sprache fähig waren.

Den Höhepunkt der Konferenz bildete aus Sicht des Pädagogiums sicherlich die ergreifende Rede Andrea S., in der sie vor der UN-Hauptversammlung die Vollmitgliedschaft in der UN für Palästina forderte und gleichzeitig eine Friedenslösung anbot. Diese Leistung wurde auch von vielen Direktoren als herausragend bezeichnet.

Nun stellt sich aber die Frage, ob die SchülerInnen tatsächlich etwas verändern können. Katrin G. meinte hierzu: „Wenn nicht wir, wer dann! Jeder hat die Möglichkeit die Welt zum Positiven zu verändern. Es ist unsere Generation , die es jetzt in der Hand hat.“ Auch Jan-Felix B. ist sich sicher: „ Würden alle Menschen den Kontakt zu anderen Religionen und Denkweisen suchen, und auch einmal deren Stelle einnehmen müssen, so gäbe es weniger Rassismus und Fremdenhass. Dann würden alle sehen, dass wir doch im Herzen gleich sind.“ Und tatsächlich haben sich während dieser hitzigen Debatten Freundschaften entwickelt, ungeachtet der jeweiligen Herkunft und Religion. „Da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern“, wie es ebenfalls in der Präambel heißt, dürfte RIMUN dazu beigetragen haben. Und so bleibt zu hoffen, dass diese Reise, ermöglicht durch die Unterstützung der VEFA (Förderverein des Pädagogiums), nicht nur denjenigen SchülerInnen neue Horizonte eröffnete, die sich Dank Model United Nations Konferenzen für die Laufbahn im Auswärtigen Amt interessieren