In Sachen Qualitätsentwicklung die Nase vorne

Gütesiegel und Rezertifizierung fürs Päda

Als bundesweit erste private Ganztages- und Internatsschule wurde dem Päda 2008 das QZS-Qualitätssiegel verliehen.

EVA--Verleihung_Paedagogium

Am 20.04.2012 wurde nach externer Prüfung das Siegel während eines Festaktes erneut verliehen. Damit wird der Einrichtung bescheinigt, dass sie mit Erfolg und über Jahre hinweg, qualitätsorientierte Schulentwicklung betreibt. Im Rahmen eines Festakts überreichte Karsten Hammer von der MTO Psychologische Forschung und Beratung GmbH die Urkunde an Tanja Seiberling. Seit einigen Jahren müssen sich die stattlichen Schulen im Auftrag des Kultusministeriums nach und nach einer ersten Fremdevaluation unterziehen. Da gerade Schulen in freier Trägerschaft angesichts der Konkurrenzsituation stets in der Pflicht stehen, effektive Qualitätsentwicklung zu betreiben, ist man am Päda mit Qualitätssicherung und -evaluierungen vertraut.

Urkunde_Guetesiegel_PaedagogiumDamit dies aber nicht nur durch interne Mitarbeiter geschieht, hat man sich auf die Suche nach einem professionellen Partner gemacht. Externe Experten bewerten hierbei die langfristige Qualitätsarbeit der gesamten Schule. Bei insgesamt positivem Ergebnis wird das Gütesiegel erteilt. Dieses dient nicht nur als Nachweis für erfolgreiche Schulentwicklung. Ein mit dem Siegel ausgehändigter Empfehlungsbericht soll vielmehr auch neue Impulse für die Schulentwicklung geben und zu konkreten Maßnahmen anleiten. Zu Beginn des Festaktes, der vom Unterstufenchor unter Leitung von Herrn Serr umrahmt wurde, ging Hr. Raible auf die Notwendigkeit der Fortentwicklung einer pädagogischen Einrichtung ein. Gleichzeitig verwies er aber auch auf die lange Tradition des Pädas, das dieses Jahr das 125- jährige Bestehen feiert. Ins Detail der Evaluationsprozesse ging dann die Leiterin des EVA-Teams, Frau Seiberling. Sie führte aus, dass in den letzten drei Jahren die Struktur des Platonportals neu erarbeitet und den Bedürfnissen der Mitarbeiter angepasst wurde. Zudem habe man die Nachmittagsstruktur zuerst der Klassen 9 und nun der gesamten Mittelstufe neu gefasst. So ist es nun möglich, nach einer Stillarbeitsphase, in der die SchülerInnen selbständig an der Verfassung ihrer Hausaufgaben arbeiten, zwischen der selbstständigen Weiterarbeit, dem Besuch des Beratungspools, dem gemeinsamen Arbeiten oder einem betreuten Freizeitangebots wählen zu können. Hierzu wurde extra das Freizeithaus unter einem großen finanziellen Einsatz des Schulträgers neu eingerichtet. Wie bei den Fortbildungen bei MTO gelernt, wurde durch eine Befragung der KollegInnen und SchülerInnen die Bedürfnisse und Wünsche erhoben.

Nach der Einführung des neuen Systems im vergangen Schuljahr wurde dann nach dem 1. Trimester eine Befragung durchgeführt und ausgewertet. Nach der Auswertung wurden kleine Nachjustierungen vorgenommen, um den Nachmittag weiter zu optimieren. Des Weiteren wurden auch das neueingeführte Matheprojekt der Klassen 11 des Sozialwissenschaftlichen als auch das des Wirtschaftsgymnasiums evaluiert. Das Eva-Team des Pädas begleitet zudem die AG der Schulentwicklung. Hier wurde ganz aktuell ein Probelauf des Projekts: „Lehrer als Gastgeber“ durchgeführt und danach evaluiert.

Karsten Hammer als Vertreter der MTO griff in seiner Ansprache zwei zentrale Sätze heraus, mit der das Päda sich und seine Ziele beschreibt: Das Schulmotto „Miteinander lehren, lernen, leben“ sowie die Aussage „Seit über 100 Jahren die bewährte Schule für die Zukunft Ihres Kindes“.

Das nun erneut verliehene QZS-Qualitätssiegel bescheinige, dass diese Sätze nicht nur auf dem Papier beziehungsweise auf der Homepage zu lesen sind, sondern dass sie tatsächlich gelebt werden. „Derzeit arbeiten rund 1.000 Schulen in Deutschland mit QZS. Das Päda ist die erste Schule überhaupt, die das Siegel erneut erhält“, machte Karsten Hammer den Stellenwert der Auszeichnung abschließend deutlich.