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Schulische Digitalisierung schreitet voran

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  Die Schulstiftung Pädagogium hat sich bereits Anfang November dazu entschlossen, während der letzten beiden Schultage vor Beginn der Weihnachtsferien sein gesamtes pädagogisches Personal zu schulen. Somit bestand für die Eltern rechtzeitig eine Planungssicherheit und für die Kolleg*innen hat man eine Chance geschaffen, sich in der pädagogisch – didaktischen Nutzung weiter zu schulen: Denn im Fokus der beiden pädagogischen Tage steht die digitale Nutzung von Tablets im Unterricht.

Die Tatsache, dass während des ersten Lockdowns bereits mit MicrosoftTeams gearbeitet wurde, vereinfachte die Situation, einen Onlineunterricht vor Weihnachten durchzuführen. Weiterhin hat man über die Verordnung des Landes hinaus den Onlineunterricht auch für die Klassen 5 – 7 angeboten, sodass die Eltern in dieser schwierigen Situation noch einmal entlastet werden und die Schüler*innen ein pädagogisches Angebot und eine digitale Betreuung haben.

Die Pädagogischen Tage haben den digitalen Unterricht aber bereits am Freitag, 18.12.2020, enden lassen. Alle Pädagog*innen, sei es aus dem Bereich des Unterrichts oder der Freizeit wie auch der Nachmittagsbetreuung, arbeiteten nämlich ab Montagmorgen, 21.12.2020 in Microsoft Teams zusammen. Zu verschiedenen Workshops und Besprechungen haben Patrick Krauss, Mathias Bogner und Rüdiger Lorth dabei beinahe 90 Mitarbeitende eingeladen.
Nach einer kurzen Präsentation wurde deutlich, dass man die digitale Nutzung nämlich nicht nur während einer möglichen Lockdown-Phasen nutzen möchte. Vielmehr stehen während der Pädagogischen Tage die weitere Professionalisierung des Personals wie auch drei zentrale Fragen im Fokus. Dazu gehört die Frage, ab welcher Klassenstufe man Tablets integrieren möchte, wie man die Lernenden in diesem Bereich schult und wie man Medien nutzt, um den Lernerfolg der Schüler*innen zu optimieren.
Damit alle eine konkrete Vorstellung von ihrer Zukunft und der Zukunft des Unterrichtens in der praktischen Anwendung erhielten, gab es darauffolgend zwei Basic-Workshops und sechs anwendungsbasierte Workshops, zu denen sich die Teilnehmer*innen einwählen konnten, wie auch eine Expertentalk für die individuelle Beratung. Teilweise haben dafür Expert*innen aus dem Kollegium Erklärvideos erstellt oder live per Teams einzelne Apps in der didaktischen Anwendung erklärt, welche die Zuhörenden dann anschließend selbst testen konnten. Solche Erklärvideos mit dem Titel „Bogi erklärt“ des Deutschkollegen Mathias Bogner sind bereits seit langem den Lehrer*innen und Schüler*innen bekannt. Aber neben ihm gibt es natürlich noch viele weitere Kolleg*innen, die sich während dieser zwei Tage aktiv beteiligt haben, indem sie Workshops geleitet oder als Expert*innen zur Verfügung standen. Dabei wurde die Nutzung von Clouds genauso thematisiert wie die Anwendung einzelner Office-Programme oder OneNote im Unterricht, mit denen man kollaborativ arbeiten kann. Beispiele darüber hinaus waren auch Workshops zu Flipped Classrooms oder Quizlet wie auch zu der Verwendung verschiedener GreenScreen-Apps. In einem entsprechend ausgestatteten GreenScreen-Zimmers werden künftig also Schulklassen erfahren können, wie leicht es mitunter ist, professionell scheinende Nachrichten vor einem GreenScreen zu erstellen, um beispielsweise die Gefahr von FakeNews zu thematisieren. Dabei sieht man folglich zwei wesentliche Aspekte, welche sich durch die Digitalisierung im Unterricht ergeben: Einerseits das digitale Arbeiten als solches, welches eingeübt wird. Andererseits können aber auch die Konsequenzen der Digitalisierung für die Gesellschaft thematisiert werden, welche sich durch den technischen Wandel ergeben. Somit ist das Päda für die Zukunft gerüstet, damit die Kolleg*innen ihre Schüler*innen bestmöglich auf die Welt nach der Schule vorbereiten können.