Allgemein Presse Schulart: Berufliche Gymnasien

WG-Schüler*innen schlüpfen in die Rollen von Unternehmensleitungen

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Mit Spaß Neues ausprobieren, die Folge der eigenen Handlungen verstehen, besser für das Abitur in Wirtschaft vorbereitet sein und besser für schwierige Entscheidungen im Berufsalltag gerüstet sein – das ist die Grundidee hinter dem Planspiel am Pädagogium.

Lernen im Fach Volks- und Betriebswirtschaftslehre muss nicht zwingend trockenes Pauken im Klassenzimmer bedeuten. Es geht auch anders – mit Planspielen. Die Schüler*innen des Wirtschaftsgymnasiums am Pädagogium haben in den letzten zwei Wochen für jeweils 3 Tage eine Wirtschaftssimulation unter der Leitung von Thomas Weißinger durchgeführt. Der Vorteil: Das ganze cloudbasiert und vom heimischen Rechner aus – eine Ansteckung mit Corona ausgeschlossen. Dabei schlüpften die Schüler*innen in die Rollen von Vorstandsmitgliedern und mussten ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen. Damit konnten die Schüler*innen komplexes Denken und betriebswirtschaftliche Kenntnisse auch auf spielerische Weise trainieren und so Unterrichtsinhalte vertiefen.
Insgesamt knapp 50 Schüler*innen waren in 2 Phasen beteiligt. Entscheidungen wurden innerhalb der Gruppen hart verhandelt und man hatte eindeutig das Gefühl, dass die Schüler*innen schnell vergessen hatten, dass es nur ein Spiel ist.
Für eine Gruppe war nach 3 Perioden fast schon wieder Schluss, doch die drohende Insolvenz konnte gerade noch durch eine geschickte Strategie abgewendet werden. Für ein anderes Unternehmen lief es deutlich besser, denn der Marktanteil von 30% war gefestigt, zwei Perioden früher als vorgesehen. Was waren die Stellschrauben, die das zweite Unternehmen besser justiert hat, als das erste? Welche Entscheidungen haben zum jeweiligen Ergebnis geführt? Diese und weitere Fragen wurden intensiv diskutiert, dabei wurden Bilanzen, Deckungsbeiträge, Selbstkosten und viele andere Berichte durchgearbeitet – wie in einem richtigen Unternehmen eben auch und das weit über die eigentliche Unterrichtszeit hinaus, wollte man doch am nächsten Tag seinen Erfolg steigern.
Die Antworten war gar nicht so leicht zu finden, denn hierzu mussten viele Geschäftsberichte durchgearbeitet werde n – Kostenträgerrechnung und Marktberichte sind nur zwei Beispiele. Viele Schüler*innen waren deshalb auch zu Beginn kurzfristig etwas von der Informationsfülle erschlagen und mussten einen intensiven Arbeitseinsatz zeigen. Doch dieser lohnte sich und am Ende gab es viele begeisterte Schüler*innen, die sich auf das Planspiel im nächsten Schuljahr freuen.

Thomas Weißinger