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Der Mensch als Zweck – Kants Zweckformel

Man kann den IST- Zustand hier nicht mehr tolerieren – in Deutschland muss es eine sogenanntes „Sittengesetz“ geben. Dieses sollte besagen, dass die Handlungen nur so ausgeführt werden sollten, dass bei Anwendung auf einen Fall dieselben Ergebnisse hinauskommen.

Ich unterscheide zwischen „Mittel“ und „Zweck“. Das bedeutet, dass Menschen niemals bloß als Mittel benutzt werden dürfen. Mittel sind Dinge, die sich anhand eines Preises ermitteln lassen. Der Mensch als Prostituierter ist aber dazu da, immer sowohl als Mittel zum Zweck benutzt zu werden. Sowohl die eigene Person als auch die eines anderen sollten immer, für die gesamte Menschheit geltend, nur als Zweck gelten.

Der Mensch ist ein „vernünftiges Wesen“ und setzte sich selbst Zwecke. Die Missachtung dieser führt, meiner Meinung nach, zur Nichtanerkennung des Menschseins.

Stellen Sie sich einmal vor, dass sie eine Frau nur als Mittel benutzen würden. Sie würden sie nur ausnutzen, zur Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse benutzen. Die Menschheit würde bei so einer allgemeinen Denkhaltung ihre „Würde“ verlieren. Denken Sie deshalb daran, immer ihre Mitmenschen mit derselben Art behandeln, als würde ihre Handlung ein allgemeines Gesetz sein! Das gilt nicht nur bei der Prostitution – denken Sie immer an meine Grunstätze!

 

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Gemeinsames Kochen der „Alten Kanzlei“

Am vergangenen Gemeinschaftswochenende des Internats im Rahmen des Tages der offenen Tür am 11.03.2017 nutzte die Kanzlei nach einem langen und stressigen Samstag den Sonntag für ein wenig Ruhe und kochte gemeinsam in der Schulküche.

Das Kochen übernahmen dabei Chris Bux, Jan Schirmacher, Adrian Geibel, Thomas Gönner und Amadeu Cossart unter der kompetenten Anleitung von Frau Kohler und Herrn Dereli.

Auf dem Speiseplan standen dieses Mal, eine selbstgemachte Guacamole, gezuckerte und mit Speck umwickelte gebackene Datteln und als Hauptgang Geschnetzeltes mit Nudeln.

Nach einem ausgedehnten Essen mit allen Bewohnern der Kanzlei und vielen Gesprächen, wurde dann zum Finale gemeinsam die Schulküche auch wieder auf Hochglanz gebracht.

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Besuch des Kart-Centers Landau

Viel Spaß hatten 21 motorsportbegeisterte SchülerInnen am Sonntag nach dem Tag der Offenen Tür bei ihrem Ausflug nach Landau in Begleitung ihrer Internatslehrer.

Im Kart Center Landau (KCL) mussten alle Schüler nach einer Sicherheitseinweisung und dann mit Helmen bewaffnet zuerst ein Qualifying über 10 Runden absolvieren, in dem die Startplätze für das Rennen vergeben wurden. Dann ging es in 2 getrennten Wettkämpfen über 30 Runden in die eigentlichen Rennen.

Das erste Rennen gewann Oskar Rietschle mit deutlichem Vorsprung vor Martin Kuntz und Constantin Conrad. Im packenden zweiten Rennen konnte Henning Decker den Sieg für sich entscheiden und verwies Janis Suhm und Nick Stempel auf die Plätze. Alle Sieger wurden mit einem Pokal geehrt.

In freudiger und entspannter Atmosphäre fuhr die Gruppe danach wieder nach Baden-Baden ins Internat.

Dominique Windmüller, 8 Gymnasium

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Okidoki – Bühl

Am letzten Sonntag ging es für uns, 11 Jungs aus dem Haus „Rheinblick“ und einem Mädchen aus dem Haus „Stadtblick“ ins Okidoki nach Bühl.

Beim Frühstück richteten wir uns noch ein Lunch-Paket und danach machten wir uns auf den Weg. Mit dem öffentlichen Bus starteten wir in Baden-Baden am Hindenburgplatz, stiegen am Bahnhof in Baden-Baden in den Zug nach Bühl und erreichten nach einem kurzen Fußmarsch unser ersehntes Ziel, das Okidoki.

Dann hieß es endlich: Sportsachen an und los geht’s!

In einer großen Halle standen uns mehrere Attraktionen, wie z.B. ein großes „Kletterhaus“, ein Bällebad, ein riesengroßer „Wackelpudding“, mehrere Rutschen uvm. zur Verfügung. Zwischendurch hatten wir immer wieder Gelegenheit eine kleine Pause zu machen und unser Vesper zu essen. Gegen Mittag spendierte uns Frau Helbig noch Pommes, die wir alle miteinander teilten.

Nach jeder Menge Aktion und Rumtoben, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Es war ein wirklich schöner Tag, an dem wir uns mal so richtig austoben konnten.

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Burgstraße und Sonnenburg fahren gemeinsam in die „Lasertag Arena Karlsruhe“

Ein abgeschlossener Raum, Nebelschwaden, die spielerisch durch den Raum tanzen, zwölf Internatler, ständig auf der Hut und jede Menge Spaß. Genau so kann man die Partien Lasertag bezeichnen, zu welchen wir am vergangenen Sonntag die Möglichkeit hatten. Während wir in den Pausen alle miteinander redeten und lachten, ging es innerhalb der vier schwarzen Wände darum, eine gute Punktzahl für sein Team zu erzielen. So waren wichtige und auch gefragte Kompetenzen die Absprache im eigenen Team, sowie eine gute räumliche Orientierung. Ebenso war die Aufmerksamkeit zusammen mit ein wenig taktischem Denken von Vorteil, doch fairer Weise nicht notwendig. Jedoch waren die Punkte der Teams uns relativ egal, da wir in diesen gerade einmal fünfzehn Minuten eine Menge Spaß hatten, die zudem noch mit Bewegung verknüpft war. So gesehen konnte man auch einen unsportlichen von uns dazu bringen, freiwillig Sport zu machen. Nur auf den einheitlichen Muskelkater danach hätten wir alle verzichten können.

Jennifer Götzinger SG E

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„Haus Stadtblick“ besucht das Naturkundemuseum

Wir sind am Sonntag nach dem Frühstück ins Naturkundemuseum nach Karlsruhe gefahren. Dort gab es viele interessante Tiere und Insekten zu entdecken: Fische, deren Augen im Dunklen leuchten, Dinosaurier, die vor 5000 Jahren gelebt haben, Kraken, die sich anmutig im Aquarium bewegen, eine Vogelspinne, die in einer beleuchteten Höhle lebt und einen Eisbären kann man dort in seiner vollständigen Größe erkunden. Und noch vieles mehr. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Darstellung, wie unser Klima entstanden ist, mit seinen Wüsten und Meeren und wie sich das auf die gesamte Erde auswirkt.

Im Anschluss sind wir ins Kino gegangen und haben uns den Film „Den Sternen so nah“ angesehen. Der Film handelt von einer Astronautin, die ihr Baby auf dem Mars bekommt Dieser Junge muss auf dem Mars aufwachsen, weil seine Knochenstruktur und sein Herz sich anders entwickeln, als bei Kindern, die auf der Erde geboren werden. Als er 16 Jahre alt ist, fliegt er auf die Erde und erkundet diese. Dabei verliebt er sich in ein Mädchen, verbringt mit ihr eine kurze schöne Zeit, muss

dann aufgrund eines Zusammenbruchs wieder auf dem Mars, weil seine Gesundheit es nicht zulässt, dass er auf der Erde leben kann. Das war ein schöner, aber auch trauriger Film.

Danach sind wir gut gelaunt und entspannt wieder nach Baden-Baden zurückgefahren.

 

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Sokrates: Was ist nur los, mit der ganzen Menschheit heute???

Es ist so laut hier. Was ist mit den Leuten los? Wieso laufen alle so in Hast? Und wo bin ich gerade? Was tragen sie für Gewänder? Und wieso darf ein Schwarzer wie ein Weißer zu einem anderem Weißem sprechen? Und der Boden ist verschmutzt wie nach einem Fest meines Landes. Diese Gebäude sind so gigantisch und ganz verschieden zu denen in meinem Reich. Ich, Sokrates, frage mich gerade so viel in einer so kurzen Zeit wie noch nie in meinem Leben. Das ist nicht meine Welt. Diese Menschen glauben nicht an meine Götter, sie sind verschieden zu meinem Volk. Dort, dort hinten ist ein Gebäude, welches mit einem Kreuz geschmückt ist. In diesem Gebäude müssen sie ihre Götter verehren und ihnen die Opfergaben geben. Aber wieso ein Kreuz? Stehen sogar ihre zum Tode verurteilten Mitbürger unter dem Schutz ihrer Götter? (Sokrates betritt die Kirche)

Wieso ist kein Mensch hier? Wo sind sie? Nur leere Bänke sind in meinem Blickfeld. (Ein älterer Herr betritt die Kirche und Sokrates geht auf ihn zu). Ich muss den Herrn frage, weswegen sein Haus der Götter leer ist. Wieso niemand hier ist und was sie anderes machen. ,,Wo ist ihr Volk und wieso sind sie nicht bei ihren Göttern?“, er muss mich aufklären, dieses Verhalten ist mir unerklärlich. ,,aber mein Herr. Wieso Götter? Wir haben einen einzigen Gott, den wir ehren und lieben, aber die Generation von heute kümmert sich nicht viel darum und beschäftigt sich lieber mit Medien“. Was sind Medien? Ist das ihre Bildungsquelle? Wieso bilden sie sich auf andere Wege? Der Mensch gelangt an die wahre Bildung nur durch Dialoge mit anerkannten Philosophen. Was ist mit ihnen geschehen? Sind sie tot? Und wieso haben sie nur einen Gott? Was ist aus der Verehrung Zeus’ und der Verehrung  Apollos’ geworden? Ich muss hier raus. Es ist eine Sünde für mich in diesem Gebäude zu sein. (Sokrates geht aus der Kirche und erblickt den Friedhof, der neben der Kirche liegt). Beim Zeus!! Was ist das? So viele Kreuze auf einem Haufen. Diese Sündiger, welche darunter vergraben sind müssen Massenmörder gewesen sein. Aber müssen Massenmörder nicht vor der Stadt begraben werden? (Nebenan befindet sich ein kleiner Elektro-Shop an dem eine kleine Familie den neusten Samsung Fernseher betrachtet als wäre er von einem anderen Stern) Was machen sie da? Wieso schauen Sie in diesen schwarzen Kasten? Ist das ihr Orakel? Oder die Welt ihres Gottes? Es ist schrecklich für mich. Das Grauen wurde Wirklichkeit und ich befinde mich in reiner Welt voller Missachtung gegenüber der Natur, Schändung und Unglauben gegenüber den Göttern. Womit habe ich es verdient hier zu landen? Hätte eine Auspeitschung nicht gelangt um mir meine Bestrafung zu erteilen, auch wenn sie mir ungewiss bleibt. Oh Hoher Zeus, schicke mich zurück in meine Welt und befreie mich von diesem Elend in dieser Zeit.

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Online Bewerbung von Sokrates

Sokrates

Sandalenweg 469

76530 Baden Baden

sokrates.längstgestorben@399athenmail.gr

 

 

Pädagogium Baden Baden

76530 Baden Baden

 

 

Betreff: Meine Bewerbung

 

Sehr geehrte Frauen und Hopliten,

 

hiermit bewerbe ich mich bei der Schulstiftung Pädagogium Baden Baden für eine unbefristete Zeit als Lehrer, Hoplit und Philosoph im Zeitraum November 2016 bis zum nächsten Schierlingsbecher.

Ich habe bis 399 v. Chr. in Athen Philosophische Rede praktiziert, habe ebenfalls Erfahrung im Städtekampf, wurde mit einer Anerkennung für Tapferkeit geehrt – praktische Erfahrung habe ich im Peloponnesischen Krieg gewonnen.

Ihre Schule finde ich interessant, weil sich offenbar nur eine Minderheit der Schüler für das Fach Philosophie interessiert und ich den Kindern gerne die Schönheit der Philosophie nahebringen würde. Ich spreche fließend Griechisch und bin des Deutschen gar nicht mächtig. Deshalb sollten alle Schüler umgehend einen Griechischkurs belegen. Diesen biete ich im Austausch gegen Honig und Milch an. Des Weiteren kann ich auch als Ausbilder für junge Hopliten dienen.

Ich denke grundsätzlich zum Wohle der Allgemeinheit, weshalb ich der Meinung bin, dass ich besonders gut zu dieser Schule passen würde.

Gerne teile ich mein Wissen und meine Fachkenntnisse mit meinen angehenden Schülern.

Ich freue mich darauf möglichst bald von Ihnen zu hören und verbleibe mit besten Grüßen,

 

Sokrates

 

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Sokrates erste Debatte auf dem Campus

Sokrates im Dialog
Sokrates auf den Terrassen unseres Campus beim Antiken – Fest.

Julia: Geia sas Sokrates! Zu allererst herzlich Willkommen im Jahr 2016, wir freuen uns, Sie unter den Lebenden begrüßen zu können. Wir drei wollen uns heute mit ihnen über das Thema „Macht“ unterhalten.

Sokrates: Ich freue mich auch sehr, heute hier zu sein. Es ist eine Weile her, dass ich so höflich empfangen wurde. 2016? Viel Zeit ist vergangen seit meinem Tod. Macht wird inzwischen wohl eine vollkommen andere Rolle spielen, oder liege ich falsch?

Julia: Macht ist wie zu ihrer Zeit ein breitgefächerter Begriff, wir finden ihn in der Politik, in der Religion oder im Familienleben. Jedoch können wir im Jahr 2016 die Macht als einen wählbaren Aspekt betrachten. Wir als Volk können wählen, wer über uns bestimmt. Dies steht im Gegensatz zu ihren Lebzeiten, in welchen Macht durch die Blutlinie vererbt wurde, und in welchen die Götter die Gesetze bestimmten.

Sokrates: Nun wissen Sie denn, woher der Begriff „Demokratie“ eigentlich stammt? Der Begriff übersetzt sich lose aus dem altgriechischen zu „Herrschaft des Volkes“. Sehen Sie, die Demokratie entstammt aus dem heute antiken Griechenland. Macht durch Blut war jedoch in den meisten Ländern bereits zu meiner Zeit Gang und gebe.

Emma: Heutzutage ist Macht im politischen Sinne anders strukturiert, beispielsweise stehen momentan in Amerika die Präsidentschaftswahlen an und die beiden Favoriten sind Hillary Clinton und Donald Trump. Clinton repräsentiert die Demokraten und Trump die Republikaner. Falls Trump zum Präsident gewählt werde, baue er eine Mauer entlang der Amerikanisch/Mexikanischen Grenze, um die Mexikaner vor illegalem Einwanderern in die USA abzuhalten. Unter anderem lehnt er die Abtreibung strickt ab. Ebenfalls setzt er auf Erdöle und Kohle und entscheidet sich bewusst dagegen, erneuerbare Energien anzuwenden, durch die man den Klimawandel einschränken könnte. Sind Sie der Meinung, dass so jemand das Potential besitzt um solch einen hohen Posten zu erreichen? Wie stehen Sie zu diesem Standpunkt?

Sokrates: Naja, da ich erst vor kurzem wieder aufgewacht worden bin muss ich sagen das es mich fasziniert wie sich die Demokratie entwickelt hat. Ich denke das er sicherlich eine Begründung hat so zu handeln. Viele Personen werden ihn indem was er tut unterstützen da er klare Vorstellungen vorgibt.  Ich tendiere dazu das seine Vorstellung sich im allgemeinen eher negativ auf die gesamte Umgebung der U.S.A. auswirken könnten da auch viele andere Länder mit einbezogen werden anstatt sich zu aller erst auf die konkreten Themen im Land  zu konzentrieren. Das Volk gehorcht und wird sich immer nach seinen Vorgesetzten richten.  Mir stellt sich die Frage ob er diesen Vorstellungen gerecht wird? Oder sind dies ausschließlich theoretische Versprechungen? Was könnte seine Macht ausrichten?

Emma: Ich denke, dass er nicht alles was er so großartig versprochen hat einhalten wird. Es stellt sich eher die Frage wie er zu so einer Vorstellung kommt. Was würden Sie tun, wenn Sie die Möglichkeit hätten, so viel Macht über etwas so riesiges wie Amerika zu haben, was würden sie tun?

Sokrates: Ehrlich gesagt wüsste ich wahrscheinlich nicht genau, was ich tun würde, aber die Meinung zu vertreten das es gut wäre eine Grenze zu errichten um Menschen auszusperren klingt in meinen Augen ziemlich absurd. Mir stellt sich die Frage wieso Machtpositionen seit Menschengedenken ausgenutzt, aber ebenfalls für gutes eingesetzt werden. In welcher Form Macht ausgelebt wird, kommt wohl auf die Psyche der jeweiligen Person an. Deshalb kann man die Macht als einen zweierlei verständlichen Begriff verwenden, denn er wird für das gute jedoch auch für das böse eingesetzt.

Julia: Das ist ein wirklich interessanter Standpunkt den sie da vertreten. Aber nun ist unsere gemeinsame Zeit vorbei. Ich wünsche ihnen einen angenehmen Aufenthalt im Jahre 2016 und das sie unsere heutige Welt weiterhin so Bereichern wie zuvor. Vielen dank, das Sie sich Zeit genommen haben heute Abend unser Gast zu sein. Dankeschön.

Sokrates: Ich danke Ihnen. Das ich heute hier sein durfte und versuche nicht wieder an einen Giftbecher zu geraten. Auf Wiedersehen.

Emma: Auf Wiedersehen.

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Die Diskussionsrunde am Freitag

Moderator: Willkommen zur Diskussionsrunde am Freitagabend. Heute zu Gast sind zwei Vertreter, Tom, der Meinungsvertreter des Philosophen Thomas Hobbes und Davek, der Vertreter des Philosophen David Hume.
Willkommen Davek und Tom in unserer Show.

Tom: Danke für Ihre Einladung. Sie werden von den Ansichten Thomes Hobbes begeistert sein. Schließlich haben Sie mit mir den nur denkbar besten Vertreter gewählt.

Davek: Vielen Dank für Ihre Einladung. Ich fühle mich geehrt, heute Abend dabei zu sein.

Moderator: Kommen wir doch gleich zum ersten Thema an diesem Abend. Ich würde gerne über das Menschenbild von Hobbes und Hume reden. Wie war das wesentliche Menschenbild be…

(Fällt ihm ins Wort)

Tom: Ich ergreife mal das Wort und beginne. Thomes Hobbes, der größte und beste Philosoph war der Ansicht, dass das Menschenbild durch Egoismus und Pessimismus geprägt sei.

Davek: Ich kann Ihnen hierbei nicht in allen Punkten zustimmen. Eigeninteresse spielt zwar auch eine Rolle, jedoch gehört meiner Meinung nach und auch nach der Meinung von David Hume auch das Wohlwollen zum Menschenbild dazu.

Moderator: Könnte sich diese Ideologie auch zur Konfliktursache entwickeln?

Tom: Um es direkt zu sagen, ja. Hierzu passt auch ein persönliches Zitat von Thomas Hobbes:
„Wir finden in der menschlichen Natur drei Gründe für Streit: erstens Konkurrenz, zweitens Mangel an Selbstvertrauen, drittens Ruhmsucht.“ Vor allem der dritte Punkt passt wesentlich zum Menschenbild. Ruhmsucht und Machtstreben, entstanden durch Egoismus, führt zu Konflikten.

Moderator: Wie sehen Sie es, Herr Davek, als Vertreter von David Hume?

Davek: Natürlich ist das Eigeninteresse ein Aspekt für die Entstehung von Konflikten, jedoch spielen begrenzte Ressourcen und Sympathie eine weit wichtigere Rolle als Konfliktursache. Also kann man sagen, um Ihre Frage abschließend zu beantworten, Egoismus und Eigeninteresse können eine Konfliktursache darstellen.
Moderator: Danke für diese beiden ausführlichen Erläuterungen. Zwei weitere wichtige Fragen, die uns in der heutigen Zeit betreffen, sind: Was kann man überhaupt als das Richtige oder Gute bezeichnen und wie können wir es erkennen? Wie erkannte beispielsweise David Hume, was das Richtige war? Herr Davek, wie lautet Ihre Meinung zu dieser Frage?

Davek: Das Gute kennzeichnet sich durch Mitgefühl, gute Eigenschaften und durch die Einnahme verschiedener moralischer Perspektiven…Erkennen kann man das Gute durch den Austausch von Gefühlen in einem Gespräch. Ausschlaggebend ist hier insbesondere die menschliche Vernunft.

Tom: Ich sehe das ganz anders. Schon Hobbes war der Ansicht, dass das Gute durch Anstreben von Frieden und durch Vertragsschließung und Einhaltung gekennzeichnet ist. Wir finden das Richtige nur durch Gedankenexperimente, die strategische Vernunft und vor allem durch die Beachtung der natürlichen Gesetze.

Davek: Denken Sie nicht, dass Verträge zu schließen und einzuhalten zwar strategisch sinnvoll ist, um seine Macht zu sichern und auszubauen, aber sind sie trotzdem als das Richtige zu betrachten?
Denn Hobbes selbst sagte, dass das Recht der Selbsterhaltung auch das Recht der Selbstverteidigung beinhaltet. Dieses Recht ist jedoch widersprüchlich zur Erhaltung des Friedens, im Beispiel bei einem Friedensabkommen, da das Selbstverteidigungsrecht den Mord ,,potenzieller´´ Gegner erlaubt. Diese Theorie könnten wir auf heute anwenden. Nehmen wir an, ein fremder Mann mit netten Absichten betritt Ihr Grundstück und Sie denken, es könnte eine potenzielle Gefahr für Sie sein, obwohl er noch keinerlei Anzeichen einer Bedrohung zeigt. So könnten Sie ihn laut dieser Theorie einfach umbringen. Für mich wäre es aber kontraproduktiv im Zusammenhang mit dem Aspekt der Friedenserhaltung, da man damit eher einen Konflikt oder einen Krieg provozieren würde.
Dabei muss man sich die Frage stellen, ob Verträge das Richtige in der Ideologie Hobbes sind, wenn er selbst sagt, dass man unter bestimmten Umständen Menschen töten darf, auch wenn ein Friedensvertrag vereinbart wurde?

Tom: Selbstverständlich wird dann der Vertrag durch den Mord gebrochen. Dies ist aber nicht so tragisch, die Hauptsache ist, dass man sein EIGENES Leben sichern kann. Die Sicherung und Erhaltung des eigenen Lebens hat die größte Priorität.

Moderator: Heißt das, wenn ich Ihnen richtig folge, dass Sie, wenn Sie die Wahl haben, lieber sich retten, als Ihre Familie oder sogar ein ganzes Dorf.

Tom: Natürlich, denn mein Leben ist das Wichtigste.

Davek: Aber halten Sie sich immer das Zitat von David Hume vor Augen: „Sei ein Philosoph! Aber inmitten all deiner Philosophie bleibe stets Mensch.“

Moderator: Ein Zitat, das uns alle zum Nachdenken anregen sollte. Vielen Dank, für Ihre Stellungnahme.
Abschließend will ich mich bei Ihnen für Ihre ausführliche Argumentation bedanken und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.