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Hobbes im Bewerbungsgespräch

Hobbes                :              Ich grüße Sie, Herr Büchler.

M.Bü.:                  Hallo Herr Hobbes. Bitte setzen Sie sich.

Hobbes                :              Ich danke ihnen.

M.Bü:                   Erzählen sie bitte etwas über sich.

Hobbes:              Mein Name lautet Thomas Hobbes. Ich wurde am 5. April 1588 in einer Stadt namens Westport in Willshire geboren. Wie in meiner Bewerbung zu sehen habe ich bereits mit 19 Jahren erfolgreich meinen Bachelor Abschluss in Logik und Physik erhalten. Darüber hinaus habe ich viele Werke verfasst. Vielleicht kennen sie ein paar.

M.Bü:                   Das hört sich sehr interessant an. Was sind ihre Stärken bezogen auf das Lehramt?

Hobbes:              Ich bin ein leidenschaftlicher Philosoph und Mathematiker. Bezogen auf die Schule könnte ich Naturwissenschaften, Erkenntnistheorie, Ethik, Staatskunde und Religion lehren.

M.Bü:                   Warum möchten Sie diese Arbeitsstelle?

Hobbes:              Ich bin überzeugt davon, den Schülern die Augen für die Fragen des Lebens zu öffnen. Da ich ihnen am liebsten die Philosophie näher bringen will, wäre ein Unterrichtsfach wie Ethik sehr gut geeignet.

M.Bü.:                  Was haben Sie bisher geleistet und welche Qualifikationen haben sie?

Hobbes:              Wie bereits erwähnt, habe ich einen Bachelor Abschluss in Logik und Physik. Außerdem habe ich sehr viele Lehren veröffentlicht wie Leviathan, Elements of Law und noch viele weitere.

M.Bü.:                  Wovon genau handeln Ihren Lehren?

Hobbes:              Sie handeln von verschiedensten Theorien bezüglich des Handelns des Menschen.

Meiner Meinung nach, ist der Mensch ein politisches Tier, welches  eine natürliche Veranlagung zur Staatspolitik hat. Er steht im ständigen Wettstreit um Ehre und Würde, ist habgierig und egoistisch. Dieser Gedankengang nennt sich „Homo homini Lupus“  ( Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf ).

M.Bü.:                  Das klingt sehr interessant. Wie reagieren Sie auf kritische Bemerkungen ihrer Lehren von Lesern?

Hobbes:              Ich höre mir die Kritik an und akzeptiere sie, da heutzutage jeder öffentlich seine Meinung abgeben kann.

M.Bü.:                  Können Sie mit Arbeit unter Druck umgehen?

Hobbes:              Ich denke schon. Auch wenn ich noch nicht in einem Lehramt unterrichtet habe, werde ich die Schule von heute bewältigen.

M.Bü.:                  Mal sehen ob Sie es schaffen durchzuhalten. Was stellen sie sich für einen Gehalt vor?

Hobbes:              Wie wäre es denn mit 3.500 Pounds?

M.Bü.:                  Entschuldigen Sie, aber wir zahlen Sie nur in Euros aus.

Hobbes:              Oh dann 3.700 Euro?

M.Bü.:                  Ok, dann danke ich Ihnen für ihr kommen

Hobbes:              Ich danke Ihnen, dass ich kommen durfte! Bis zu einem Andern Mal.

M.Bü.:                  Auf Wiedersehen, Herr Hobbes

 

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Kants kategorischer Imperativ

Journalist: Sie wurde in der Zeit der Aufklärung geboren und war damals der „Vorzeigephilosoph“ der Bewegung. Von Ihnen stammt auch das bekannteste Zitat dieser Zeit: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“. Noch heute wird über Ihre Theorien diskutiert und versucht diese im Alltag anzuwenden.In einem Interview möchten wir von Ihnen erfahren, wie Sie sich zu verschiedenen Themen positionieren und ob Ihre Theorie tatsächlich im Alltag anwendbar ist. Aber nun einmal von vorn:

Herr Kant, es gibt viele  Beispiele für moralische Dilemmata. Haben Sie beispielsweise von dem Fall  „Ashley“ aus Amerika gehört?

Kant: Leider nichts genaues, lediglich dass es sich um eine umstrittene Therapie handelte.

Journalist: Die Ashley-Behandlung bezieht sich auf eine Reihe von kontroversen Behandlungen, welche als Erstes an einem Kind aus Seattle, Ashley  durchgeführt wurden. Ashley wurde 1997 geboren und ist durch statische Enzephalopathie mit ungeklärter Ursache schwer geistig behindert. Die Behandlung beinhaltet das vorzeitige Beenden des Wachstums .Der primäre Sinn dieser Behandlung ist das Verhindern der Bildung sekundärer Geschlechtsmerkmale und des Wachstums zu adulter Größe. Die Kombination dieser Behandlungen erzeugte Anfang 2007 großes öffentliches Interesse und löste ethische Diskussionen aus.

Kant: Wieso sollte diese Behandlung überhaupt durchgeführt werden?

Journalist: Die Eltern argumentieren es so, dass die Pflege für sie enorm vereinfacht wird und diese Behandlungen ihr zu Gute kommen würde.  Es sollen zum Beispiel die Unannehmlichkeiten, welche mit der Regelblutung einhergehen und  das Risiko einer Schwangerschaft verhindert werden. Außerdem ist es für die Eltern leichter sie zu baden und an verschiedene Orte zu tragen, wenn sie nicht ausgewachsen sei.

Kant: In diesem Fall kann man die Formel, welche ich entwickelte sehr gut anwenden. Im kategorischen Imperativ heißt es nämlich: Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde. Die Maxime der Eltern ist nämlich die Erleichterung der Pflege des Kindes und zugleich die Ersparnis der Unannehmlichkeiten für ihr Kind. Jetzt müsste man diese Maxime verallgemeinern und sich als Gesetz vorstellen.

Kann ich also wollen, dass es ein Gesetz gibt, dass Eltern für ihr behindertes Kind Therapien in Kauf nehmen, welche umstritten sind, damit die Pflege des Kindes erleichtert wird?

Journalist: Also dürfte nach ihrer Auffassung die Behandlung nicht durchgeführt werden, da dies als allgemeines Gesetz moralisch nicht vertretbar sei?

Kant: Genau oder mit anderen Worten: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.