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School’s out for summer – … and Gerd Kerbe and the Bissingers

Was klingt wie ein Klassiker des Rocks fühlt sich in der Woche mit Rekordhitze und Stromausfall in Baden-Baden auch tatsächlich so an. Am Tag der Verabschiedung der verdienten Kolleg*innen Dina Bissinger, Uwe Bissinger und Gerd Kerbe versammelten sich zahlreiche aktive Mitarbeiter*innen und auch ehemalige Weggefährten, um die drei künftigen Ruheständler zu verabschieden.

Susanne Büchler eröffnete den Festakt und begrüßte zunächst die bald schon ehemaligen Kolleg*innen. „Zusammen haben sie 104 Schuljahre am Päda gesammelt!“ – Diese beeindruckende Zahl zeigt, welche Rolle die Kolleg*innen für alle diejenigen gespielt haben, die ihnen auf dem Berg in all der Zeit begegnet sind und die sie begleitet haben. Büchler erinnerte in ihrer persönlichen und emotionalen Rede auch an ihre erste gemeinsame Englandfahrt mit Uwe Bissinger und den ersten Pub-Besuch, der ihr in schöner Erinnerung blieb.

Ehe Thomas Weißinger stellvertretend für die Mitarbeiter*innen seine Grußworte an die Ruheständler richtete, sang der Chor der 6. Klässler, begleitet von Uwe Seer. Thomas Weißinger spickte seine Reden mit Beiträgen von Kolleg*innen und Schüler*innen, die er via Bluetooth-Box einspielte. Charmant, unterhaltend und persönlich verabschiedete auch er die drei Kolleg*innen.

Die Verabschiedungen wurden durch Isabelle Schmiederer aus der GYM Ea eröffnet. Danach grüßte zunächst Christian Kindler, unter anderem mit „3 Fragen, 3 Antworten!“, dem „Kerb’schen“ Stilmittel schlechthin aus seinem Unterricht. Schulleiter Michael Büchler skizzierte im Anschluss die Laufbahn von Gerd Kerbe. Dessen spannender Lebenslauf ist gekennzeichnet durch politisches, juristisches und wirtschaftliches Interesse und dem ehrenamtlichen Engagement in vielen dieser Bereiche. Der reich beschenkte Kerbe freute sich besonders über einen alten Globus aus der Physiksammlung. Seine persönlichen Worte waren herzlich und vor allem auch ganz seinem Naturell entsprechend: lehrreich.

„Ich liebe Päda-Brötchen! – Sie sind Teil meiner privaten Altersvorsorge!“ Er kalkulierte clever und bilanzierte, dass er mehrere tausend Euro Ersparnis durch etliche Päda-Brötchen erreichen und durch den Zinseszins einen beträchtlichen „Gewinn“ erzielen konnte. Diesen möchte er nutzen um nichts Geringeres zu erreichen, als durch weiteres ehrenamtliches Engagement, die Welt zu verbessern.

Melanie Gritt und Madeleine Friedrich-Meinzer, die „die Bissingers“ von nun an in ihren Funktionen am Päda beerben werden, richteten ihre Worte an die beiden, ganz unter dem Päda-Motto „Miteinander leben, miteinander lehren, miteinander lernen“ oder auch „miteinander Bissingern“. Michael Büchler hob dann vor allem hervor, dass es Bissingers immer wichtig war, die Beziehungsebene als Basis jeden pädagogischen Schaffens anzusehen. Die Veranstaltung wurde vom Ehepaar Bissinger beschlossen, die abschließend resümierten, dass für sie die Zeit am Päda einen ganz besonderen Lebensabschnitt prägte. In seinen „letzten Worten“ umriss Uwe Bissinger, dass es über all die Jahre hinweg nicht nur ein kollegiales, sondern auch ein freundschaftliches Verhältnis zu allen am Berg pflegen wollte und auch gepflegt hat, und bedankt sich, auch im Namen seiner Frau, für den ganzen Zuspruch und die Wärme, die ihnen entgegengebracht wurde.

Mathias Bogner

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Facettenreich und wirksam: Verabschiedung von Andreas Büchler

Nach 36 Jahren Arbeit auf und an der Schule auf dem Schlossberg, hieß es Abschied nehmen von Andreas Büchler, dem ehemaligen Geschäftsführer und Schulleiter des Pädagogiums. Vertreter des Regierungspräsidiums, aus der Politik, Verbänden und den Schulen hörten an diesem Nachmittag, wie facettenreich die Arbeit von Andreas Büchler war - und vor allem wie wirksam sie war.

Daniela und Alexander Büchler begrüßen

Begrüßt wurden der Pensionär sowie die anwesenden Gäste von Nichte Daniela Büchler und  Sohn Alexander Büchler, der fünften Büchlergeneration in Folge, nachdem 1887 der Urgroßvater von Andreas Büchler, Prof. Hermann Büchler, das Pädagogium gründete.

Margret Mergen, Oberbürgermeisterin der Stadt Baden-Baden

 

 

So hob Oberbürgermeisterin Margret Mergen vor allem drei Dinge hervor, die den Pensionär auszeichneten, und die sie in der langen Zeit der Zusammenarbeit mit ihm erleben durfte: Seine soziale Verantwortung, zum Beispiel als langjähriger Vorsitzender der Bürgerstiftung Baden-Baden, die für die Stadt und die Menschen vor Ort bereits viel geleistet hat. Hinzu kommt seine Innovationskraft, als nur ein Beispiel von vielen erinnerte Mergen an den "Kunterbunten Kinderspaß" auf der Wiese vor dem Kurhaus sowie sein unermüdliches Engagment für Kinder und Jugendliche, ob auf dem Schlossberg oder in der Stadt. Dafür gebühre ihm großer Dank und damit verbunden die Hoffnung, dass dieses Engagement für die Stadt und die Menschen nicht aufhöre.

Tobias Wald, Landtagsabgeordneter

Auch der Landtagsabgeordnete Tobias Wald stimmte zu und kann es "noch gar nicht recht glauben": Die langen Jahren vertrauter Zusammenarbeit werde er in guter Erinnerung behalten, vor allem das politische Engagement, das sich in der Arbeit von Andreas Büchler stets zeigte. Wald schenkte zum Abschied eine Kuckucksuhr aus Pappe: Sie verbinde Tradition mit Moderne und sei nachhaltig: Ganz so, wie die Arbeit von Andreas Büchler immer war.

Anja Bauer, RPK: Das Päda ist ein Leuchtturm

Anja Bauer, Schulpräsidentin am Regierungspräsidium Karlsruhe, würdigte besonders die schulische Arbeit von Andreas Büchler und machte dabei deutlich, dass das "Päda" am Regierungspräsidium einen sehr guten Ruf genieße und ein Leuchtturm in der Bildungslandschaft Baden-Württembergs sei.

Christiane Metke, AGFS

Christina Metke, Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft freier Schulen, zeigte die besondere Bedeutung Büchlers für den Zusammenhalt der Verbände freier Schulen auf. So führte Andreas Büchler die Gespräche für die Neufinanzierung der freien Schulen, ging im Kultusministerium ein und aus und sorgte schließlich mit dafür, dass das freie Schulwesen 80% der Kosten erhält, die auch staatliche Schulen erhalten. "Hand hoch für freie Schulen" war eine Aktion an die sich noch viele erinnern.

 

Wolfgang Gerstner, ehemaliger OB der Stadt Baden-Baden

Wolfgang Gerstner, der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Baden-Baden, erinnerte an tausende von Stunden, die Büchler ehrenamtlich und zum Wohle der Stadt, gearbeitet habe. Viele gute Ideen seien bei  ihm entstanden und auch verwirklicht worden. Für zu Hause gab es zum Abschied Dahlien für den neuen Schrebergarten. Auch hier wisse man nicht, was daraus wird, wenn man sie eingräbt. Pflegt man sie aber gut und bleibt immer dabei, dann entsteht etwas Bereicherndes. Das sei ein Sinnbild für die Arbeit und das Schaffen von Andreas Büchler.

Rolf Metzmeier, Lions Club

Rolf Metzmeier, Vertreter des Lions Club, würdigte vor allem das Organsationstalent, die Verlässlichkeit und  den Perfektionismus von Büchler. Letzteres sei manchmal auch für andere an Projekten Beteiligte nicht immer einfach gewesen, wie er mit einem Schmunzeln verriet. Aber er war immer sehr wirksam. Zum Abschied gab es für den Segler Andreas Büchler eine Bootspfeife, denn es sei wichtig, dass die Mannschaft auf ihren Kapitän stets höre, damit sei man immer sehr gut unterwegs gewesen.

Anschließend gaben die Geschwister Susanne und Michael Büchler einen besonderen Einblick in die Arbeit des ältesten Bruders:

Sie ließen Stationen der 36 Jahre Revue passieren, immer mt Blick auf die sicher besondere Situation, als Familie Träger einer Schule zu sein.

Zum Ende war es an Andreas Büchler sich zu bedanken. Nicht ohne den Hinweis los zu werden, dass all das Aufgeführte nie möglich gewesen wäre ohne eine gute Mannschaft im Hintergrund. Besonders dankte er dabei seiner Frau Astrid Büchler, die ihn all die Jahre unterstützt habe und für ihn da war. Dazu gab es von Wolfgang Gerstner Blumen.

Musikalisch umrahmt wurde der Abschied von Uwe Serr am Klavier und der Sopranistin Valérie Leoff, nachdem dann alle eingeladen waren, die Leckereien aus der schuleigenen Küche zu probieren. Ein gelungener Abschied nach 36 Jahren nach einem außerordentlichen Engagement für Schule, Verband und Stadt - facettenreich und wirksam.

Um die Zukunft dieses Engagements muss man sich derweil nicht sorgen: Nachdem die fünfte Generation bereits am heutigen Tag begrüßte, hörte man zuweilen auch kurz die sechste Generation in der Aula am Schlossberg, die ganz passend zum Beginn des neuen Schuljahres auf die Welt kam. Damit stand bei seinem Dank am Rednerpult nicht nur ein ehemaliger Schulleiter und Geschäftsführer, sondern auch ein frischgebackener Großvater. Wenn das mal kein Zufall ist...

Alles Gute, Andreas Büchler!

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36 Jahre Pädagogium: Verabschiedung von Andreas Büchler

Im Rahmen der diesjährigen Eröffnungskonferenz wurde Andreas Büchler, einst Geschäftsführer und Schulleiter an der Schulstiftung Pädagogium, von Schulleitung und Kollegium in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Musikalisch umrahmt wurde die Verabschiedung von Astrid Wagner auf der Querflöte und Uwe Serr am Klavier.

Michael Büchler begrüßte als Geschäftsführer, Schulleiter und Bruder den Pensionär und gab zu, dass es in diesem Jahr wohl etwas seltsam sei, ohne den Bruder Andreas Büchler in ein Schuljahr zu starten. Dabei gab er einen ersten, bebilderten Einblick in die bewegten 36 Jahre, in denen Andreas Büchler die Geschicke der freien Schule auf dem Schlossberg wesentlich mitgeprägt hat.

Susanne Büchler stellte als Internatsleiterin, Geschäftsführerin und Schwester die zentralen Stationen der letzten 36 Jahre in amüsanter Weise dar und überreichte gemeinsam mit Bruder Michael Büchler eine Schultüte, gefüllt mit allem, was man zum Leben nach den erfolgreichen Schuljahren benötigt sowie einem Blumenstrauß für die Gattin.

Thomas Weißinger hielt als Vorsitzender des Lehrergremiums eine Laudatio, in der vor allem die große Vorbildfunktion von Andreas Büchler gewürdigt wurde und bedankte sich abschließend mit ganz persönlichen Worten bei seinem Schulleiter.

Ein Videobeitrag der ganz anderen Art zeigte weitere Facetten von Andreas Büchler:  Personen, die Andreas Büchler nicht kennen, wurden anhand früherer und aktueller Bilder zu seinen Eigenschaften befragt. Die Vermutungen über seinen Werdegang waren dabei so vielfältig wie amüsant, und reichten vom stets korrekten Finanzbeamten bis hin zu einem bekannten Schauspieler.

2020 an der Schulstiftung gestartet, übernahm Stefanie Wetzel als neue kaufmännische Geschäftsleiterin einen Teil der Aufgaben von Andreas Büchler, d startete damit am Beginn der Pandemie erst einmal ohne Schüler. Für die sehr gute und gewissenhafte Einarbeitung bedankte sie sich bei Andreas Büchler mit einem musikalischen Rückblick, und zeigte zentralen Stationen der vergangenen 36 Jahre zur Person passende Musikhits aus der Zeit.

Als stellvertretender Schulleiter zählte Matthias Fischer gleich zu Beginn eine Liste zentraler Wörter auf, die er auf einer Verabschiedung von Andreas Büchler erwartet hatte – und er behielt recht, um diese dann in seiner Rede nochmals aufzuzeigen und mit eigenen Erlebnissen zu unterstreichen: Andreas Büchler gebührt größter Dank für seine Leistungen am Pädagogium.

Zum Abschluss bedankte sich Andreas Büchler bei Schulleitung und allen Mitarbeiter*innen und freute sich besonders, dass auch viele der neuen Kolleg*innen mit anwesend waren. Auch für ihn gilt es nun, Neuland zu betreten, an Ideen mangelt es dabei aber nicht. Wie sagte Andreas Büchler schließlich selbst: "Muße ist die Freiheit zum eigenen Tempo."

Alles Gute, lieber Andreas Büchler!

Es geht ein toller Lehrer, Chef und  Kollege.