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1. Preis in Psychologie für das sozialwissenschaftliche Gymnasium

Andreas Büchler gratuliert Franca

Als eine von vielen Schulen bundesweit trat die Schulstiftung Pädagogium mit Schüler*innen der Jahrgangsstufe 1 des sozialwissenschaftlichen Gymasiums zum wiederholten Mal beim Schreibwettbewerb des Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen.

„Klima und Psychologie“ war das Jahresschwerpunktthema 2021 des Bundesverbandes. Hochaktuell und verbunden mit der Rolle des Hauptfachs „Pädagogik und Psychologie“, haben alle Schüler*innen zu dem Thema „Mit Psychologie das Klima retten“ einen Essay geschrieben, ein Video gedreht oder einen Podcast erstellt. Die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen, Wechselwirkungen zwischen dem Menschen und den Umweltfaktoren, Klimaresilienz, Klimaangst und nachhaltiger Konsum, die Leugnung der Klimakrise aber auch der kollektive Klimaschutz, Fragen zu Reaktionen als auch zu Widerständen zu der aktuellen Problematik: das Fach Psychologie kann einen wichtigen Beitrag zur Diskussion leisten:

Ausgehend von eigenen Gewohnheiten, Gedanken zu Veganismus, der Notwendigkeit und Vermeidung von Plastikverpackungen, Fragen der Erderwärmung, der Existenz von Kreuzfahrtschiffen und vielem mehr, sind die Arbeiten der SchülerInnen entstanden. Diskutiert wurden dabei die Vorbildfunktion, Fragen der kognitiven Dissonanz, die Rolle der Motivation und der sozialen Anpassung als auch Auseinandersetzungen mit moralischen Konfliktsituationen. – Haben Sie eigentlich schon einmal eine Kreuzfahrt gemacht? Und: Könnten sie auf ihr Black-Angus-Steak oder das Avocado-Brot zum Frühstück verzichten?

Die Teilnehmer: (Miriam Bächle, Eva Seitz, Shania Feijl, Paula Hanel – hinten; Marie Weber, Amina Settouf, Franca Lou Salzwedel, Tizia Kewitz, Lilian Gerstenmeier – vorne; gezeichnet von Amelie Hanf, SGJ1)

Der Wettbewerb ist mit einem ansehnlichen Preisgeld von 500 Euro dotiert und zehn Schüler*innen nahmen abschließend teil. Nachdem im letzten Jahr Jannes Dannhauer, aktuell Abiturient und Schüler der SGJ2, einen Sonderpreis für seinen Essay gewann war die Freude dieses Mal noch größer:

Andreas Büchler, Franca Lou Salzwedel, Svenja Schöttinger (v.l.n.r.)

Franca-Lou Salzwedel gewann den 1. Preis für ihren eingereichten Essay zum Thema „Mit Psychologie das Klima retten!?“ mit dem Titel „Schon ein Reiskorn kann die Waage kippen…“ Mit ihr freuen sich Schulleiter Andreas Büchler und die Lehrerin für das Profilfach „Pädagogik und Psychologie“, Svenja Schöttinger.

„Dass wir zwei Mal hintereinander bei einem Bundeswettbewerb zum Thema Psychologie gewinnen, ist für mich auch ein Zeichen für das, was hier im Profilfach unseres sozialwissenschaftlichen Gymnasiums geleistet wird“, so Schulleiter Andreas Büchler.

Freude über den Preis!

Die ganze Klasse freut sich mit Franca, der wir an dieser Stelle nochmals herzlich gratulieren!
Hier geht es zu Francas Essay: Schon ein Reiskorn kann die Waage kippen…

Allgemein Presse

Aus dem digitalen Unterricht: Erziehungsziele gestern, heute und morgen

Bildungs- und Erziehungsprozesse sind vieldiskutierte Themen während der Corona-Pandemie und auch die momentanen Unterrichtsthemen der Klasse J1 des SG und ihrer Lehrerin Frau Schöttinger.
Erziehungsziele erfüllen in der Erziehung von Menschen dabei wichtige Funktionen: In der Geschichte der Pädagogik wurden in unserem Kulturkreis sehr unterschiedliche Erziehungsziele nebeneinander und nacheinander vertreten, die stets abhängig sind von Menschenbild, Weltanschauung, politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, den gesellschaftlichen Interessen und der Verwirklichung von Wert- und Normvorstellungen (vgl. Hobmair 2012, 195ff).
Nachdem in der Klasse zunächst Werte wie etwa Ehrlichkeit, Toleranz und Respekt besprochen wurden und daraus Normen wie „die Wahrheit sagen“, „andere Meinungen akzeptieren“ und „höflich und fair zu sein“ abgeleitet wurden, werden nun Erziehungsziele diskutiert und wer diese eigentlich benötigt: Familien, Eltern, die Gesellschaft, Kindergärten, Schulen.
Erziehungsziele, die den SchülerInnen wichtig sind und die sie auch in der Erziehung, die sie einmal übernehmen werden, formulieren würden, sind:

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Stromschläge zum Schuljahresbeginn

Zum Wandertag am 30.09.2020 besuchte die SG Eingangsklasse das Psychologie-Museum der Stiftung Psyche in Stuttgart

Ob man so besser und schneller lernt? Wenn Schüler im Unterricht eine Frage nicht beantworten können, gibt es einen leichten Stromschlag?! Sicher nicht!

Allerdings war das eine Idee von Stanley Milgram, die er in einem psychologischen Experiment erstmals 1961 durchführte: Er warb Personen an, die in der Rolle als Lehrer mehreren Schülern Stromschläge verabreichten mussten, wenn diese falsche Antworten von sich gaben. Bei wiederholt falschen Antworten wurden die Stromschläge stärker. Tatsächlich aber handelte es sich damals um kein Lernexperiment. Die Schüler waren eingeweiht und es floss in Wirklichkeit kein Strom, nur wussten die Lehrer das nicht. Man wollte herausfinden, wie weit die Versuchspersonen bereit waren zu gehen. Erstes Ergebnis: Weit über die Hälfte waren im Experiment bereit, tödliche Stromschläge abzugeben!

In der Geschichte der Psychologie war das eines der vielen klassischen Experimente, über die Schüler*innen eines sozialwissenschaftlichen Gymnasiums Bescheid wissen müssen: Wie lief der Forschungsprozess ab, wie lautete die Hypothese, was sind die abhängige und unabhängige Variable in diesem Experiment und nicht zuletzt: Ist dieses Experiment ethisch zu verantworten?

Wie Forschung funktioniert und wie wissenschaftliches Wissen im Gegensatz zum Alltagswissen erzeugt wird, steht für den Profilfachlehrer Alexander Klein hier im Vordergrund – gerade in der heutigen Zeit. Im Museum der Stiftung Psyche wird das sehr anschaulich vorgeführt. Mit Hilfe vieler klassischer psychologischer Experimente wird dem Besucher über Kurzfilme, Materialien und nicht zuletzt den Führungen ein Einblick in das menschliche Verhalten und Erleben gegeben. Ein lohnender Besuch, der aktuell auch unter den Coronabestimmungen wieder möglich ist.