Zu Ostern wurde es bei uns in der Natur-AG von Fachlehrerin Birte Urban kreativ und praktisch zugleich: Gemeinsam wurden Eier ausgeblasen, sorgfältig gestaltet und anschließend mit Kressesamen bepflanzt. Die Kinder konnten so ihre eigene kleine Osterdekoration gestalten – und gleichzeitig wächst daraus ein frischer, gesunder Brotbelag oder ein würziges Topping für die Ostertafel.
Auch das traditionelle Eierfärben durfte nicht fehlen – allerdings ganz natürlich. Aus Zwiebelschalen und roter Beete haben wir einen Farbsud gekocht. Die Eier wurden zuvor mit Blättern und kleinen Blüten dekoriert, in Seidenstrümpfe gehüllt und anschließend im Sud gegart. Die Spannung beim Auspacken war groß – und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: individuell gemusterte, wunderschön gefärbte Ostereier.
Übrigens – kleiner Fun-Fact: Das Färben von Ostereiern hat mehrere Ursprünge: Im Christentum steht das Ei als Symbol für neues Leben und die Auferstehung von Jesus – die Schale gilt dabei als Sinnbild für das Grab, aus dem neues Leben entsteht. Gleichzeitig ist der Brauch aus der Fastenzeit entstanden: Früher durften in den 40 Tagen vor Ostern keine Eier gegessen werden, weshalb man sie kochte, um sie haltbar zu machen, und färbte, um sie von rohen Eiern zu unterscheiden. Darüber hinaus reichen die Wurzeln noch weiter zurück, denn schon in vorchristlicher Zeit galt das Ei als Zeichen für Fruchtbarkeit und Frühling. Heute verbindet der Brauch all diese Bedeutungen und ist vor allem eine lebendige Tradition rund um Ostern.

