Liebe Schüler*innen, sehr geehrte Eltern,

In der Realschule sind neben der Vermittlung von theoretischen Kenntnissen auch die praktische Anwendung und die Einübung von Fertigkeiten wichtig. In allen Fächern steht das theoretische Verständnis und die Aneignung lebensnaher Probleme und damit das konkrete Anwendungsbeispiel im Vordergrund. Durch fächerübergreifenden Unterricht und projektartiges Arbeiten sowie durch den ganzheitlichen Ansatz am Pädagogium wird die Entwicklung der Persönlichkeit des Schülers gefördert.
Kernfächer sind Deutsch, Englisch, Mathematik und NWA (Fächerverbund aus Biologie, Physik und Chemie). Durch die Wahl des Wahlpflichtfaches ab Klasse 7 (Technik, Französisch oder Mensch und Umwelt) können die SchülerInnen nach eigenem Interesse einen eigenen Schwerpunkt in ihrer schulischen Ausbildung setzen. Dafür sammeln sie in Klasse 6 in in technischen und hauswirtschaftlichen Projekten praktische Erfahrungen. Ergänzend hierzu haben sie pro Woche zwei Stunden Französischunterricht.
Mit dem Realschulabschluss nach 6 Schuljahren, der "Mittleren Reife", vermittelt die Realschule die Grundlage einer Berufsausbildung für praktisch orientierte Berufe mit gehobenen Ansprüchen an Selbstständigkeit, Verantwortung und Führungsqualitäten. Andererseits sind die Wege für weiterführende schulische Bildungsgänge wie z.B. im Berufskolleg oder im beruflichen Gymnasium offen, um die allgemeine Hochschulreife zu erlangen.
Durch die Fächervielfalt bedingt, hat die Realschule das Fachlehrerprinzip. Deshalb ist der Klassenlehrer vor allem in den Anfangsklassen für seine Schüler der wichtigste Ansprechpartner für die großen und kleinen Nöte. Durch die zusätzliche Klassenlehrerstunde in den 5. Klassen kann er in besonderer Weise die Gemeinschaft fördern und Sozialkompetenz vermitteln.
Um Teamfähigkeit und eigenverantwortliches Lernen zu stärken werden an der Realschule des Pädagogiums verstärkt Lernprojekte durchgeführt, wie z.B. (ein Sozialpraktikum, das Projekt „Wirtschaften-Verwalten-Recht“ ( WVR) und das, Selbstorganisiertes Lernen (SOL). In den Naturwissenschaften liegt ein besonderer Schwerpunkt auf von Schülern durchgeführten Experimenten zur Erkundung naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten. In allen Schuljahren werden Unterrichtsmodule im IT-Bereich angeboten, deren Grundlagen in verschiedenen Fächern Anwendung und Vertiefung erfahren.

Thomas Raible (Abteilungsleitung Realschule)

Die Aufnahme an der Realschule des Pädagogiums Baden-Baden ist nur nach einem ausführlichen Aufnahmegespräch zwischen Eltern, Schüler und Schulleitung möglich. In Ausnahmefällen kann auch eine Prüfung in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik erfolgen.

Mit der neuen Grundschulempfehlung können Sie Ihr Kind im März eines Jahres an der Realschule des Pädagogiums anmelden. Die Grundschulempfehlung bietet hierfür eine sehr gute Orientierungshilfe, da die Lehrer der Grundschule Ihr Kind bereits seit 3½-Jahren kennen und das Leistungsvermögen im Unterricht sehr gut einschätzen können.

Ein Wechsel in die Realschule kann zum Schulhalbjahr oder Schuljahresende erfolgen, jedoch frühestens am Ende der Klasse 5.
In den Klassen 5 und 6 müssen die Leistungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens zweimal mit der Note gut und einmal mit der Note befriedigend bewertet sein und der Gesamtdurchschnitt beträgt mindestens 3,0.
Ab Klassenstufe 7 müssen die Leistungen in den genannten Fächern mindestens dreimal mit der Note gut beurteilt sein, der Gesamtdurchschnitt beträgt weiterhin mindestens 3,0.
Werden die Anforderungen nicht erfüllt, können Schüler am Ende des Schuljahres in Klassenstufe 5 und 6 an einer zentralen Aufnahmeprüfung teilnehmen, ab Klassenstufe 7 erfolgt die Prüfung am Pädagogium Baden-Baden.

Ein Wechsel in die Realschule kann zum Schulhalbjahr oder Schuljahresende erfolgen.
In den Klassen 5 und 6 kann mit einer Bildungsempfehlung des Gymnasiums am Schuljahresende in die nächsthöhere Klassenstufe der Realschule gewechselt werden. In den Klassenstufen 7 und 8 kann dies nur nach einer gemeinsamen Beratung der Schulleitungen erfolgen.

Pause!
Ganztagsschulen leben vom Wechsel, von der Rhythmisierung des Schultags. Unsere Schüler*innen wählen zu Schuljahresbeginn und zum Halbjahr aus einem vielfältigen Angebot die Freizeiten und Arbeitsgemeinschaften, die sie die Woche über besuchen wollen.

Viel Auswahl für alle
Hier ist alles dabei: Von der sportlichen Betätigung bis hin zu musischen und künstlerischen Angeboten reichen die Angebote. So kann jeder etwas finden: Toben, spielen, chillen, basteln und kreativ sein.

An die Arbeit! 
Die Studierzeit findet täglich von Montag bis Donnerstag zwischen 15.15 und 17.00 Uhr sowie am Freitag von 15.15 bis 16.00 Uhr im Klassenverband nach den betreuten Freizeitangeboten statt.

Üben hilft - wir helfen mit
Die Studierzeit wird von Internatslehrer*innen und einmal wöchentlich vom Klassenlehrer betreut. Im digitalen Klassenbuch wird von den Studierzeitleiter*innen festgehalten, in welchen Fächern Schwierigkeiten aufgetreten sind und wie lange die Schüler*innen durchschnittlich für die Aufgaben gebraucht haben. Je nach Altersstufe und anfallenden Aufgabenvolumen bzw. Schwerpunkten passen sich die Lernzeiten an. Deshalb haben Schüler*innen Gelegenheit, neben der Studierzeit auch im Freizeitbereich persönliche Lerngruppen in Absprache mit den Klassenlehrer*innen und den Freizeitleiter*innen zu bilden.

Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
In Klasse 7 werden die Schüler*innen auf die veränderte Arbeitsweise der Mittelstufe vorbereitet. Dort stehen selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten verstärkt im Mittelpunkt. Die Teilnahme an der Studierzeit ist auch aus gruppendynamischen Gründen für alle Schüler*innen verpflichtend. Um besonderen Hobbys nachgehen zu können, besteht die Möglichkeit, sich an einem Nachmittag in der Woche befreien zu lassen. Die Schüler*innen sind dann für die Bearbeitung ihrer Aufgaben zuhause selbst verantwortlich.

Neue Anforderungen in der Mittelstufe

In der Mittelstufe steigen die Anforderungen, der Tagesablauf passt sich dem an: In der Lernzeit I fertigen die Schüler*innen ihre Hausaufgaben an. Selbst- und Eigenständigkeit stehen im Vordergrund: Während dieser Lernphase wird eigenständig und in Ruhe gearbeitet.

Gemeinsam lernen, Ressourcen nutzen: Lernzeit II und III
Während der Lernzeit vervollständigen die Schüler*innen ihre Hausaufgaben. Sie können in Gruppen lernen und die Schülerbibliothek oder den Computerraum für Recherchen nutzen. Bei Lernproblemen können sie sich einzeln oder in Kleingruppen Hilfestellung durch Fachlehrer*innen geben lassen.

Den Kopf frei bekommen

Entspannung muss sein. Um soziale Kompetenzen weiterhin zu stärken, können Schüler*innen bis zu drei Arbeitsgemeinschaften für ein Schulhalbjahr wählen. Um den Bedürfnissen gerecht zu werden, haben die Angebote überwiegend sportliche Inhalte. Für die Vorbereitung auf eine Klassenarbeit kann sich ein Schüler für einen Tag von der gewählten AG befreien lassen und die Lernzeiten nutzen.

Michael Büchler

Schulleiter und Geschäftsführer
07221 3559-0
m.buechler@paeda.net

„Auch ich habe der Veränderung meines Rohzustandes erheblichen Widerstand entgegen gesetzt“ – Manfred Rommel

Matthias Fischer

Stellv. Schulleiter
07221 3559-0
m.fischer@paeda.net

Unmenschliche Vollkommenheit ist der Tod, menschliche Unvollkommenheit ist das Leben. (Erich Fried)

Thomas Raible

Abteilungsleitung Realschule
07221 3559-0
t.raible@paeda.net

Nicht Glück macht zufrieden, sondern Zufriedenheit macht glücklich.